Münster
Mord

Münster/NRW: Frau erschlägt Ehemann mit Schrubber - 86-Jährige kann sich an Tat nicht erinnern

In Nordrhein-Westfalen hat eine 86-jährige Frau ihren Ehemann mit einem Schrubber erschlagen. Nun muss sie in die Psychiatrie.
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Eine demente Seniorin aus NRW erschlug ihren Ehemann mit einem Wischmopp. Vor Gericht kann sie sich an die Tat nicht erinnern. Symbolfoto: Pexels
Eine demente Seniorin aus NRW erschlug ihren Ehemann mit einem Wischmopp. Vor Gericht kann sie sich an die Tat nicht erinnern. Symbolfoto: Pexels

Tragischer Vorfall in Nordrhein-Westfalen: Eine 86-jährige Frau aus dem Münsterland hat ihren pflegebedürftigen Ehemann mit einem Schrubber in der Küche erschlagen. Laut Urteil vom Dienstag (9. Juli 2019) wird die Frau auf unbestimmte Zeit in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen, teilte die Deutsche Presseagentur mit. Die unter fortgeschrittener Demenz leidende Seniorin aus Dülmen soll im Dezember 2018 mit einem Holzschrubber auf ihren gleichaltrigen Ehemann eingeschlagen haben. Daraufhin verblutete er auf dem Küchenboden der gemeinsamen Wohnung.

Ehefrau aus Dülmen bestreitet die Tat

Vor dem Landgericht Münster bestritt die Seniorin die Tat. Sie erklärte der Richterin, sie habe ihren Mann geliebt und nicht getötet. Sie wisse nicht genau, was passiert sei.

Keine Schuldfähigkeit festzustellen

Das Ehepaar war 62 Jahre lang verheiratet und wohnten bis zuletzt in der gemeinsamen Wohnung. Die 86-Jährige kümmerte sich weitgehend selbst um die Pflege ihres Mannes. Aufgrund ihrer Krankheit konnte die Seniorin nicht bestraft werden. Sie galt vor Gericht als schuldunfähig.

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