Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat eine positive Bilanz rund um die Sicherheitskonferenz in München gezogen. Das Einsatzkonzept für die Sicherheitskonferenz habe sich bewährt, es habe keine nennenswerte Störungen gegeben, teilte der CSU-Politiker am Sonntag mit. "Das war eine hervorragende Generalprobe für den G7 Gipfel am 7./8. Juni auf Schloss Elmau", sagte Herrmann.

Insgesamt waren mehr als 3600 Polizeibeamte im Einsatz gewesen. Diese seien ihrer Verantwortung, den Schutz der etwa 600 Experten aus fast 80 Ländern, darunter 20 Staats- und Regierungschefs und rund 60 Außen- und Verteidigungsminister, zu gewährleisten, gerecht geworden. Der Tagungsort im Bayerischen Hof war wie schon in den Vorjahren hermetisch abgeriegelt.


Am Samstag hatten rund 4000 Menschen gegen die Sicherheitskonferenz protestiert. Unter dem Motto "Kein Frieden mit der NATO" hatten sich die Demonstranten zu einer Kundgebung auf dem Marienplatz versammelt und waren dann durch das Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt gezogen.

"Die Stimme des Pazifismus darf nicht im aktuellen Säbelrasseln untergehen", sagte Musiker Konstantin Wecker bei der Abschlusskundgebung. Auf Plakaten hieß es "Frieden schaffen ohne Waffen", "Stoppt die Dämonisierung Russlands" und "Eure Sicherheit macht uns Angst".

Die Polizei war bei der Demonstration mit rund 1000 Einsatzkräften vor Ort. Unter den Demonstranten waren nach Angaben von Polizeisprecher Wolfgang Wenger auch rund 300 Personen, die dem autonomen Spektrum zuzurechnen seien. Zu größeren Zwischenfällen kam es nach Angaben der Polizei aber nicht.

Die Polizei zog am Sonntag eine positive Bilanz ihres Großeinsatzes rund um die Sicherheitskonferenz. "Ich bin sehr zufrieden mit dem diesjährigen Einsatzverlauf", sagte Polizei-Vizepräsident Robert Kopp.