München

München: Krankenschwester ins Gesicht getreten - Polizei sucht Zeugen

In einer Münchner U-Bahnstation kam es zu einer Auseinandersetzung, bei der einer jungen Krankenschwester ins Gesicht getreten wurde. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.
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In einer Münchner U-Bahnstation wurde einer jungen Krankenschwester ins Gesicht getreten. Symbolbild: Bodo Marks
In einer Münchner U-Bahnstation wurde einer jungen Krankenschwester ins Gesicht getreten. Symbolbild: Bodo Marks

Am vergangenen Dienstagmorgen (22. August 2019) ist es in einer Münchner U-Bahnstation zur Körperverletzung an einer 32-jährigen Frau gekommen. Der Polizei zufolge verlies gegen 6.10 Uhr eine dreiköpfige Gruppe junger Männer an der Station "Theresienstraße" die U-Bahn. Dort fielen die drei Täter das erste Mal auf, nachdem einer der Dreien nach einem vorbeilaufenden Fahrgast getreten hat. Der Fahrgast wurde nur leicht getroffen und ging einfach weiter. Der 20-jährige Treter wollte seinem Opfer folgen, wurde jedoch von seinen beiden Begleitern zurückgehalten.

München: Täter betätigten den Nothalt an der Rolltreppe

Laut Polizeibericht war der 20-Jährige daraufhin so gereizt, dass er den Nothalt der Rolltreppe auslöste und zu Notsäule ging und den Notknopf betätigte. Als sich ein ein Mitarbeiter der U-Bahnleitstelle meldete, gab der Störenfried an, dass er eine Frau suche, mit der er Sex haben kann.

Kurz darauf kam eine 32-jährige Münchnerin, die als Krankenschwester aus einer Nachtschicht kam, über die Rolltreppe nach unten an den Bahnsteig und ging an der dreiköpfigen Gruppe vorbei und setze sich einige Meter entfernt auf eine Bank, so die Polizei.

München: 20-Jähriger tritt Krankenschwester ins Gesicht

Daraufhin setzte sich einer Begleiter des 20-Jährigen links neben die Frau auf die Bank und äußerte, dass er sie "brauche". Dabei berührte er die 32-Jährige am Oberschenkel. Als die Krankenschwester daraufhin aufstand und damit drohte die Polizei zu rufen, ging der 20-Jährige auf sie los und trat ihr ins Gesicht. Erneut musste der aggressive Schläger von einem seiner beiden Kollegen zurückgehalten werden. Dadurch verhinderte er, dass der 20-Jährige weiter auf die 32-Jährige einschlug.

Als die 32-Jährige ihr Handy aus der Tasche nahm, um die Polizei zu rufen, flüchtete die Gruppe an die Oberfläche. Glücklicherweise wurde die Frau trotz des massiven Fußtritts nur leicht verletzt und benötigte vor Ort keine ärztliche Behandlung, so der Polizeibericht.

München: Einer der Täter von der Polizei geschnappt

Auf der Flucht konnte einer der Täter durch die Mitarbeiter der U-Bahnwache festgenommen und der Polizei übergeben werden. Der festgenommene 20-Jährige zeigte sich gegenüber den Beamten äußerste aggressiv und bespuckte diese sogar.

Der zuständige Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl gegen den 20-Jährigen. Gegen ihn wird neben gefährlicher Körperverletzung auch wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Beleidigung ermittelt.

Polizei sucht nach erstem Opfer der Gruppe

Die Polizei sucht nun nach dem bislang noch unbekannten ersten Opfer der Gruppe. Der Geschädigte wird folgendermaßen beschrieben:

  • männlich
  • circa 25 bis 35 Jahre alt
  • circa 180-185 cm groß
  • südländischer Typ
  • kräftige, athletische Statur
  • kurzgeschorene Haare/Glatze
  • bekleidet mit einer dunklen knielangen Arbeitshose mit Seitentaschen
  • graue Kapuzenjacke
  • dunkle Arbeitsschuhe
  • führte einen dunklen Rucksack über der Schulter mit

Zeugenaufruf:

Personen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall machen können, insbesondere der unbekannte Mann, der von dem 20-Jährigen an der U-Bahnstation "Theresienstraße" getreten wurde und anschließend mit der Rolltreppe nach oben fuhr, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 24, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Bereits vor Kurzem wurde in München ein Fußball-Fan in der U-Bahn verprügelt. Die Polizei sucht nun mit Bildern nach den Schlägern.