Bremen
Arzneimittel

Mitten im "super Wespenjahr": Engpässe bei Wespenstich-Medikamenten werden bedrohlich

Wegen Wärme und Trockenheit ist 2018 ein "super Wespenjahr". Deutsche Apotheker weisen auf einen "bedrohlichen" Lieferengpass für Medikamente gegen Wespenstiche hin.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bei Arzneimitteln gegen Wespenstiche gibt es vielerorts Lieferengpässe. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Bei Arzneimitteln gegen Wespenstiche gibt es vielerorts Lieferengpässe. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Wespen haben aufgrund der für sie idealen Bedingungen Hochkonjunktur, Fachleute sprechen von einem "super Wespenjahr". Experten gehen davon aus,  dass die Wespenzeit noch lange nicht vorüber ist, sondern bis in den Herbst anhalten wird. Umso schlechter für Betroffene: die Behandlungsmittel werden knapp. Demnach gibt es bei Arzneimitteln gegen Wespenstiche vielerorts Lieferengpässe. Für Allergiker könne dies bedrohlich werden, sagte die Sprecherin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Ursula Sellerberg, in Berlin.

 

Autoinjektoren gegen allergische Reaktionen gehen aus

 

Betroffen seien sogenannte Autoinjektoren mit Adrenalin. Damit können Menschen behandelt werden, die nach einem Stich eine schwere allergische Reaktion bekommen.

 

 

Derzeit sei unklar, wann die Produkte wieder in ausreichenden Mengen verfügbar seien. Bereits Anfang August ergaben Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn, dass es bei manchen Präparaten Produktionsprobleme gibt.

 

Frau kollabiert in Apotheke und bekommt letzten Adrenalin-Pen

 

In Bremen hatte jüngst eine Frau großes Glück, als sie nach einem Stich in einer Apotheke kollabierte und mit dem letzten dort verfügbaren Adrenalin-Pen behandelt werden konnte. "Das war eine ziemlich knappe Geschichte", sagte Apotheker Sebastian Köhler der Deutschen Presse-Agentur.