Brutales Verbrechen an der Münchner Isar: Ein 31 Jahre alter Radfahrer ist von einem Mann so schwer verletzt worden, dass er kurze Zeit später im Krankenhaus starb. Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, starb der Mann an einem Messerstich ins Herz. Die Polizei wollte die Art der tödlichen Verletzung nicht bestätigen. Zum Ergebnis der Obduktion vom Mittwoch machte Kriminaloberrat Markus Kraus am Donnerstag keine Angaben. "Es war ein gewaltsamer Tod, über die genaue Todesursache oder die Tatwaffe können wir nichts sagen." Auch die Hintergründe der Tat seien noch offen. Der Täter flüchtete. "Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren."

Der 31-Jährige war am Dienstag gegen 22.00 Uhr mit seiner drei Jahre jüngeren Verlobten auf dem Weg in die Innenstadt, als ihnen auf dem Radweg ein Mann entgegenkam. Dieser spuckte die junge Frau "ohne Vorwarnung" an, wie Kraus bereits am Mittwoch sagte.
"Es gab keine Kommunikation." Das Paar habe den Fußgänger auch nicht behindert. Ihr Verlobter drehte daraufhin um, um den Mann zur Rede zu stellen. "Er ist abgestiegen und es gab einen kurzen Wortwechsel. Sie hat dann nur noch gesehen, wie ihr Verlobter zusammengebrochen ist." Die junge Frau verständigte den Notarzt und bat auch Passanten um Hilfe.

Der Täter habe kurze, glatte, dunkle Haare gehabt, sei dunkel gekleidet gewesen und habe eine schwarze Umhängetasche dabei gehabt. Nach der Attacke sei er schnell vom Tatort verschwunden, gerannt sei er aber nicht. "Es gibt keinen erklärbaren Grund für die Tat", sagte Kraus. "Wir gehen davon aus, dass es keinerlei Vorbeziehung gab. Bei dem Pärchen handelt es sich um Italiener - Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund für die Tat gebe es aber nicht.

Die Polizei sucht nach Zeugen, die die Tat beobachtet haben und möglicherweise auch Erste Hilfe leisteten. Einige seien wohl davon ausgegangen, dass es sich um einen Radunfall handelte. dpa