die Arbeit) mit der Windkraft den Kommunen aufbürdet. Der sich abzeichnende Meinungsumschwung des CSU-Chefs beim Bau der Stromtrassen passt ins Bild. Seehofer ist und bleibt unberechenbar.

Ausbaden müssen es andere, allen voran seine Energieministerin Ilse Aigner, die zum Trassenstreit auch schon mal ungefragt ihren "Senf" gegeben hat und erst einmal einen Maulkorb verpasst bekommen hat.

Weniger konkret zu fassen ist die Zeitenwende, die Seehofer zu schaffen macht: Gesellschaft und Politik sind auch in Bayern bunter geworden. Den knorzigen Bürgermeister, der sogar die lila Kuh anhimmelt, wenn Seehofer nur verfügt, dass sie gefälligst schwarz zu sein hat, gibt es fast nicht mehr. Die CSU-Basis ist jünger geworden, weiblicher, die Lebensentwürfe vielfältiger. Mit Marschmusik und Bierkrügen lässt sich allenfalls kurzfristig beim Parteitag der Eindruck alter Geschlossenheit erzeugen.