Die Straßenbenutzungsgebühr für nichtinländische Autofahrer war das bayerische Premiumthema im Wahlkampf und bleibt für Seehofer das Menetekel, an dem er notfalls sogar die große Koalition platzen lassen würde. Das ungeschickte Taktieren des Bundesverkehrsministers Dobrindt und seiner Staatssekretärin Bär in dieser Frage dreht der CSU-Chef zu einer Erfolgsstory um: Bislang, so sagt er, habe ihm niemand ein besseres Konzept für die Maut vorlegen können.

Nichts Besseres? Rückendeckung für das einstige Generalsekretärs-Duo, das die CSU nach Berlin geschickt hat, sieht anders aus. Und souveräne Führung auch. Seinen Innenminister Friedrich watschte Seehofer wegen dessen Maut-Mauscheleien mit den Grenzland-Bürgermeistern ab, um sogleich zurückzurudern.