Berlin
Gerichts-Prozess

Mann wurde in Ostdeutschland geboren: Deswegen verklagt er jetzt auch seinen Arbeitgeber

Ein Mann fühlt sich von seinem Arbeitgeber gemobbt und benachteiligt, weil er Ostdeutscher ist. Jetzt scheiterte der Mann mit seiner Klage. Als Ostdeutscher zähle er nicht zu einer ethnischen Minderheit.
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Ein Mann ist in Berlin vor Gericht gezogen, weil er sich gemobbt fühl. Der in  Ostdeutschland geborene Arbeitnehmer scheiterte allerdings mit seiner Klage. Ostdeutsche seien keine ethnische Minderheit. Symbolfoto: tillburmann/pixabay.com
Ein Mann ist in Berlin vor Gericht gezogen, weil er sich gemobbt fühl. Der in Ostdeutschland geborene Arbeitnehmer scheiterte allerdings mit seiner Klage. Ostdeutsche seien keine ethnische Minderheit. Symbolfoto: tillburmann/pixabay.com

Ein Ostdeutscher zieht vor das Berliner Arbeitsgericht, weil er sich wegen seiner Herkunft gemobbt fühlt - und scheitert mit seiner Klage. Die Herabwürdigung eines Mitarbeiters wegen seiner ostdeutschen Herkunft sei keine Benachteiligung nach dem Gleichbehandlungsgesetz, entschied das Gericht laut Mitteilung vom Mittwoch.

Mobbing wegen seiner ostdeutschen Herkunft

Der stellvertretende Ressortleiter eines Zeitungsverlages hatte mit seiner Klage Entschädigung, Schadenersatz und Schmerzensgeld verlangt, weil er von zwei Vorgesetzten wegen seiner ostdeutschen Herkunft stigmatisiert und gedemütigt worden sei.

Dem Kläger stehe eine Entschädigung nicht zu, weil eine Benachteiligung wegen seiner ethnischen Herkunft oder Weltanschauung nicht erfolgt sei, so wie es in dem Gesetz geregelt ist, hieß es. Menschen ostdeutscher Herkunft seien nicht Mitglieder einer ethnischen Gruppe oder Träger einer einheitlichen Weltanschauung.

Kein Schadensersatz

Einen Schadenersatz wegen einer Persönlichkeits- oder Gesundheitsverletzung lehnte das Arbeitsgericht ab, weil der Kläger den Arbeitgeber nicht rechtzeitig auf das Verhalten seiner Vorgesetzten und die Gefahr eines Schadens aufmerksam gemacht habe. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.