Leipzig

Mann soll Polizist angefurzt haben: Kuriose Ermittlungen in Leipzig

"Hatte ich auch noch nicht": Mit diesen Worten kommentierte ein Anwalt aus Leipzig das Strafverfahren gegen seinen Mandaten. Der soll, so die Anklage, "in Richtung eines Polizeibeamten flatuliert haben."
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Hat sein Mandant einen Polizisten angepupst? Damit muss sich ein Anwalt aus Leipzig beschäftigen und postet das Strafverfahren  auf Facebook. Symbolfoto: Christian Charisius/dpa
Hat sein Mandant einen Polizisten angepupst? Damit muss sich ein Anwalt aus Leipzig beschäftigen und postet das Strafverfahren auf Facebook. Symbolfoto: Christian Charisius/dpa

Mann soll Polizist "angepupst" haben - nun wir gegen ihn ermittelt: Jürgen Kasek ist Rechtsanwalt und muss sich aktuell um einen kuriosen Fall kümmern. Sein Mandant soll in die Richtung eines Polizisten "flatuliert", also gepupst haben.

Mittelfinger gezeigt und dann gepupst

Auf seiner öffentlichen Facebook-Seite postete der Anwalt das Schreiben der Polizeidirektion aus Leipzig. Darin schildern die Beamten den Vorfall, der sich am 10. November 2019 ereignet haben soll. Zunächst soll der Beschuldigte die Polizisten "mehrfach mit den ausgestreckten Mittelfinger beider Hände" beleidigt haben.

Weiter soll der Mann "in Richtung eines Polizeibeamten flatuliert haben". Anwalt Jürgen Kasek sucht auf seiner Facebook-Seite auch den Rat der Nutzer. Schließlich hätte er diesen Art des Sachverhalts "auch noch nicht", wie er schreibt. Er schließt mit einer Frage ab: "Wie geht so was, also das gezielte flatulieren?"

Gegenüber dem Spiegel bestätigte ein Sprecher der Polizei Leipzig die Echtheit des Schreibens. Es hätte "entsprechende Äußerungen" des Beschuldigten gegeben, wird der Beamte zitiert. Ein zufällige Flatulenz könne man also ausschließen.

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