Mönchengladbach
Prozess in Mönchengladbach

Lkw rammt Polizeiwagen auf A61: Polizistin (23) stirbt - Betrunkener Fahrer mit ungeheuerlicher Aussage

Mit mehr als zwei Promille kracht ein Lkw auf der A61 bei Viersen gegen einen Streifenwagen mit drei Insassen. Eine Polizistin stirbt, zwei Kollegen werden schwer verletzt. Zum Prozessauftakt in Mönchengladbach kann sich der Unfallverursacher an nichts erinnern.
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Nordrhein-Westfalen, Viersen: Ein zerstörter Polizeiwagen steht auf der Autobahn A61. Knapp ein halbes Jahr nach dem Tod einer Polizistin auf der Autobahn 61 muss sich ein damals betrunkener Lastwagenfahrer wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Foto: Theo Titz/dpa
Nordrhein-Westfalen, Viersen: Ein zerstörter Polizeiwagen steht auf der Autobahn A61. Knapp ein halbes Jahr nach dem Tod einer Polizistin auf der Autobahn 61 muss sich ein damals betrunkener Lastwagenfahrer wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Foto: Theo Titz/dpa
Tödlicher Lkw-Crash auf A61 - Unfallfahrer sagt vor Gericht aus: Nach dem Tod einer 23-jährigen Polizistin auf der A61 vor einem halben Jahr steht seit Dienstag ein Lastwagenfahrer in Mönchengladbach vor Gericht. Dem Angeklagten wird fahrlässige Tötung vorgeworfen.


Betrunkener Lkw-Fahrer kann sich nicht erinnern

Er soll im Dezember das auf dem Standstreifen der A61 bei Viersen stehende Polizeiauto der Beamtin gerammt und den Wagen 200 Meter weitergeschoben haben. Der damals betrunkene 48-Jährige aus der Ukraine hatte nach dem Crash ausgesagt, sich nicht an das Geschehen erinnern zu können.


Polizistin stirbt im Unfallwrack, zwei Kollegen schwer verletzt

Die 23-jährige Polizistin starb im Wrack des Dienstwagens auf der Rückbank, zwei Kollegen wurden schwer verletzt. Ein Alkoholtest bei dem Lkw-Fahrer hatte nach Polizeiangaben einen Wert von mehr als zwei Promille ergeben. Hinweise auf einen technischen Defekt am Lastwagen gab es nicht.


Mit Kollegen auf Rastplatz Wodka getrunken

Vor Gericht blieb der Lkw-Fahrer bei seiner Aussage, sich nicht an den Unfall erinnern zu können. "Ich weiß gar nicht, wie ich losgefahren bin", sagte der heute 49-Jährige laut Dolmetscherin zum Prozessauftakt am Landgericht. Nach eigenen Angaben hatte er am selben Tag auf einem Rastplatz mit Kollegen Wodka getrunken.
Die Mönchengladbacher Kammer will an insgesamt sechs Prozesstagen und bis zum 17. Juni verhandeln.