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Tiere

Kurioser Jahresrückblick: Diese Tiere sorgten 2017 für Aufsehen

Ein Stachelschwein auf der Flucht, eine zweiköpfige Schildkröte, die sich selbst den Salat klaut: Das sind die skurrilsten Tiergeschichten 2017.
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Diese Robbe hat es sich auf der Landebahn eines Flughafens gemütlich gemacht.Scott Babcock, dpa
Diese Robbe hat es sich auf der Landebahn eines Flughafens gemütlich gemacht.Scott Babcock, dpa
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1. Robbeauf der Landebahn
Einige Tiere brachten in diesem Jahr zum Beispiel den Verkehr auf Flughäfen durcheinander. Auf einem Flughafen in Alaska lag tatsächlich eine Robbe auf der Landebahn! Alaska gehört zu dem Land USA. Vermutlich kam die Robbe während eines Schneesturms aus dem Wasser. Vom Flughafen aus ist es nämlich nicht weit bis zum Meer. Zum Glück konnte das Tier mit einem Schlitten in Sicherheit gebracht werden.

2. Stachelschweinwehrt sich
Ein anderer Ausreißer hielt die Feuerwehr auf Trab. Ein Stachelschwein war im Bundesland Nordrhein-Westfalen bei einem Tierarzt abgehauen. Leute entdeckten es auf der Straße und riefen die Feuerwehr. Die brauchte Stunden, um das Tier einzufangen. Denn es stellte einfach seine Stacheln auf, um sich zu schützen. Da mussten die Feuerwehrleute ziemlich aufpassen, damit sie sich beim Einfangen nicht verletzen.

3. Die größte Katze der Welt
Diese beiden Kumpels sind ein tolles Paar. Die Katze Arcturus Aldebaran heimste im September den Rekord als größte Hauskatze der Welt ein. Ihr Kumpel Cygnus Regulus holte den Rekord als Hauskatze mit dem längsten Schwanz. Ihr buschiger Schwanz ist 44,66 Zentimeter lang - also fast einen halben Meter. Kater Arcturus Aldebaran ist übrigens 48,4 Zentimeter groß. Damit kann er sich locker an der Tischkante aufstellen. Die beiden Rekord-Kater leben zusammen in einem Tierheim in den USA.


4. Doppelköpfige Schildkröte
Ungewöhnlich ist auch die Schildkröte mit zwei Köpfen. Sie heißt Janus und wohnt in einem Museum in der Stadt Genf im Land Schweiz. Mit den beiden Köpfen lebt die Schildkröte schon sehr lange. Sie ist 20 Jahre alt. Die beiden Köpfe verhalten sich übrigens recht unterschiedlich. Besucher sehen manchmal, wie ein Kopf versucht, dem anderen ein Salatblatt wegzuschnappen.

5. Esel beißt ins Auto
Zu einem ungewöhnlichen Prozess kommt es im September in Gießen. In der Hauptrolle: ein Esel namens "Vitus". Er hatte ein Jahr zuvor in Schlitz in die Karosserie eines orangefarbenen Sportwagens gebissen, der an der Weide geparkt war. Es entsteht ein Schaden von 5800 Euro. Den will der Wagenbesitzer erstattet bekommen. Das Landgericht gibt ihm recht. Was den Esel dazu trieb, den Sportwagen anzuknabbern, bleibt unklar. Schon die Polizei scherzte in einer Mitteilung: Die Hintergründe der Tat seien unklar. "Mehr als ein "Iah" war aus ihm nicht herauszubekommen."

6. Lamas beim Stadtbummel
Drei Lamas büxen im September aus ihrem Gehege in Darmstadt aus. Bei ihrem "Stadtbummel" laufen sie mehrere hundert Meter bis auf eine viel befahrene Straße. Dort rufen Autofahrer die Polizei. Die Beamten sichern die Strecke. Ein Bekannter der Tierhalterin bringt die Lamas schließlich wieder zurück in ihr Gehege. Die Ausreißer überstehen ihren aufregenden Ausflug unbeschadet.

7. Wettfliegen der Bienen
Zu einem ungewöhnlichen Wettfliegen unter Bienen kommt es im August im Frankfurt. Fünf Imker aus vier Ländern gehen mit jeweils zehn Tieren an den Start. Die Insekten starten von einem Hoteldach aus und landen wenig später in ihrem Bienenstock auf dem Dach des Museums für Moderne Kunst (MMK). Die erste Biene kommt nach etwas mehr als einer Minute ins Ziel. Das Wettfliegen fand anlässlich des zehnjährigen Bestehens des MMK-Bienenprojektes statt.

8. Kätzchen im Motorraum
Ein Kätzchen sucht sich im Vogelsbergkreis eine gefährliche Mitfahrgelegenheit - und wird aus seiner misslichen Lage befreit. Was war passiert? Ein Autobesitzer fährt im Juli wegen merkwürdiger Geräusche im Motorraum zu seiner Werkstatt in Homberg (Ohm). Bei der Durchsicht kommt ein wenige Wochen altes Katzenbaby zum Vorschein. Die Werkstatt zeigt sich tierlieb: Die Mitarbeiter richten ein Katzenklo samt Rückzugsecke ein, vereinbaren beim Tierarzt einen Untersuchungstermin und machen eine Pflegefamilie ausfindig. Einen Namen geben sie dem Kätzchen im Autohaus auch noch: "Mercedes".

9. Waschbär löst Polizeieinsatz aus
Ein Waschbär verwüstet im April in Kassel mehrere Wohnräume eines Wohnhauses und löst einen Polizeieinsatz aus. Zehn Beamte umstellen das Einfamilienhaus, um den mutmaßlichen Einbrecher zu fassen. Weitere Polizisten durchsuchen das Haus und finden im Keller schließlich den Waschbären. Das erschöpfte Tier lässt sich widerstandslos fangen und ins Freie bringen. Der Hausbewohner hatte die Polizei alarmiert, nachdem er die durchwühlten Räume entdeckt und Geräusche gehört hatte.

10. Totes Krokodil im Straßengraben
In einem Straßengraben im mittelhessischen Schlitz findet im Februar ein Junge (10) ein totes Krokodil. Der Fall sorgt für Aufregung und Ermittlungen der Polizei. Die Beamten gehen von einer Straftat aus. Denn Reptilien dieser Art sind in Privathaushalten in Hessen verboten. Drei Wochen nach dem unheimlichen Fund meldet sich der Besitzer (39) bei der Polizei. Das Reptil war in seinem Terrarium daheim eingegangen. Er wusste sich dann nicht anders zu helfen, als den etwa einen Meter langen Kadaver im Straßengraben zu entsorgen.