Berlin
Mysteriöse Post

Amazon: Etliche Kunden erhalten nicht bestellte Pakete - was steckt hinter der ungewollten Post?

Etliche Kunden in Deutschland bekommen von Amazon ungewollte Pakete zugeschickt. Darin enthalten sind unter anderem Smartphones, Sexspielzeug und Kameras. Doch was müssen Empfänger dabei beachten?
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Versandhändler haben mit Amazon-Paketen an Kunden in Deutschland für Verwirrung gesorgt. Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mitteilte, erhielt zum Beispiel ein Mann in Düsseldorf ein nagelneues Smartphone zugeschickt - ohne Lieferschein, ohne Rechnung, ohne Abbuchung. Andere Kunden sollen unverlangt und kostenlos ein Fernglas, eine Kamera, eine Mausefalle und Sexspielzeug bekommen haben.

"Die Pakete kommen nicht von Amazon selbst, sondern über den separaten Marketplace, auf dem sich tausende Händler tummeln", erklärte die Verbraucherzentrale. Eine Vermutung sei, dass Händler auf diese Weise ihre Artikel im Verkaufs-Ranking von Amazon höher positionieren wollen. Aber damit ist wohl rasch Schluss.

Verstoß gegen Richtlinien

Amazon betonte am Dienstag: "Wir gehen jedem Hinweis von Kunden nach, die unaufgefordert ein Paket erhalten haben, da dies gegen unsere Richtlinien verstößt." Und: "Verkäufer, die gegen unsere Richtlinien verstoßen, werden gesperrt, die Zahlungen werden zurückgehalten und wir leiten entsprechende rechtliche Schritte ein." Die betreffenden Händler hätten weder Namen noch Adressen oder gar Kontodaten von Amazon erhalten.

Empfänger hat keinerlei Pflichten

Die gute Nachricht: Wer unverlangt Pakete von Händlern erhält, muss die Waren darin nicht aufbewahren. Darauf weist die Verbraucherzentrale hin. Es gebe nicht einmal die Pflicht, den Absender zu kontaktieren, falls sich ein Herkunftsnachweis am oder im Paket findet. Auch eine gegebenenfalls beiliegende Rechnung müsse nicht beglichen werden. Der Empfänger hat den Verbraucherschützern zufolge das Recht, die Ware in solchen Paketen selbst zu nutzen, zu verschenken oder zu entsorgen.

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