Die Wahl war bereits am Freitag. Zehetmair hatte sein weiteres Engagement als Vorsitzender an Bedingungen geknüpft und finanzielle Unterstützung von der Kultusministerkonferenz (KMK) gefordert.
Die KMK gab seinem Drängen nach Angaben des Rechtschreibrates nun nach und bewilligte einen kleinen Etat. Damit können nun auch die Vertreter aus Deutschland Fahrtkosten abrechnen - die anderen Mitglieder hatten das ihren Ratsmitgliedern schon länger ermöglicht.
Eine weitere Amtszeit Zehetmairs dauert sechs Jahre. "Wie lange ich weitermache, weiß ich noch nicht", hatte der 74-Jährige im Dezember vergangenen Jahres gesagt. "Aber ich will Kontinuität und dann irgendwann einen reibungslosen Übergang ermöglichen."
Der Rat für deutsche Rechtschreibung war im Dezember 2004 als Reaktion auf die massive Kritik an der Rechtschreibreform gegründet worden. Er wolle den "Sprachfrieden" wiederherstellen, hatte Zehetmair damals als Ziel ausgegeben.
Deutschland, Österreich, die Schweiz, Liechtenstein, Bozen-Südtirol und Belgien gehören dem Rat an. Seine Empfehlungen gelten als verbindlich, die großen deutschen Wörterbücher halten sich daran. dpa