Zwei Jahre lang mussten Festival-Fans ausharren, in diesem Jahr geht es wieder los. So auch für das Wave-Gotik-Treffen in Leipzig, einem der größten und bekanntesten Festivals der Gothic-Szene. 

Zum letzten Mal trafen sich über 20.000 Menschen im Jahr 2019 beim „WGT“, das vor über 30 Jahren zum ersten Mal stattfand und seither jährlich zu Pfingsten in Leipzig zelebriert wird. 

Ein Wave-Gotik-Treffen wie vor Corona - beinahe wäre es dazu nicht gekommen

Während der Jahre 2020 und 2021, als größere Versammlungen aufgrund der Corona-Pandemie undenkbar waren, gab es zwar inoffizielle Zusammenkünfte von Gothics, die nicht ganz ohne Treffen sein wollten, ein offizielles Wave-Gotik-Treffen fand jedoch nicht statt. 

Großes Aufatmen also in der „schwarzen Szene“, als bekannt wurde, dass 2022 wieder ein Wave-Gotik-Treffen stattfinden sollte. Bereits Monate vor dem Festival, das vom 3. bis zum 6. Juni stattfinden wird, waren dutzende Bands bestätigt. Das Ziel sind rund 200 Bands und Künstler*innen, die rund um Pfingsten an den etwa 50 Veranstaltungsorten auftreten sollen. Damit wäre das WGT wieder auf einem Stand wie vor der Corona-Zwangspause. 

Kurzzeitig hatte es noch einmal ein Bangen um das Wave-Gotik-Treffen gegeben. Die Stadt Leipzig hatte zunächst verkündet, dass das agra-Messegelände – der zentrale Ort des Festivals, das sonst über die ganze Stadt verteilt ist – für Geflüchtete aus der Ukraine genutzt werden sollte, und zwar bereits ab April 2022. 

Szenetreffen an Pfingsten findet statt - Tausende Besucher*innen werden erwartet

Dies hätte vielleicht nicht das komplette Aus für das WGT bedeutet, aber das Festival wäre nicht dasselbe gewesen. Konkret hätte eine Verlegung an einen anderen Ort Mehrkosten von etwa 700.000 Euro für die Stadt Leipzig bedeutet. „Nach Analyse der derzeitigen Situation und Abwägung aller Risiken haben wir entschieden, den Ausbau der agra-Hallen um einige Wochen zu verschieben“, betont der für das Thema Unterbringung der ukrainischen Flüchtlinge zuständige Bürgermeister Torsten Bonew.

Durch die Verschiebung kann das WGT wie gewohnt stattfinden und lockt wohl wieder Tausende Gothic-Fans in die sächsische Metropole. Neben den Konzerten wird es wieder eine große Verkaufshalle im agra-Messegelände geben sowie das „Heidnische Dorf“, ein Mittelaltermarkt in direkter Nähe zum Zeltplatz für bis zu 10.000 Personen am agra-Gelände.