Stefan Mross, Stefanie Hertel und ihr Vater Eberhard Hertel gastieren zum Abschluss ihrer Adventstournee „Zauber der Weihnacht“ am kommenden Samstag, 22. Dezember, ab 20 Uhr in der Stadthalle in Lichtenfels. Die Besucher können sich auf gute Unterhaltung und einen im zweiten Teil besinnlichen Abend freuen. Zunächst dürfte bei den schönsten Hits von Stefanie Hertel und Stefan Mross (Trompete) fröhliche Stimmung aufkommen. Später können sich alle in weihnachtlicher Atmosphäre auf die bevorstehenden Festtage freuen. Die anwesenden Kinder dürfen auf die Bühne kommen und mit Stefanie Hertel ein Weihnachtslied singen. Vorab hat sie unserer Zeitung Einblick in die Show und ihr Privatleben gegeben.
Womit dürfen die Zuschauer beziehungsweise die Zuhörer an diesem Abend rechnen?
Stefanie Hertel: Wir haben sehr lange an dem Programm „Zauber der Weihnacht“ gefeilt, alles genau durchdacht, damit es ein unvergessliches Erlebnis fürs Publikum wird. Im ersten Teil spielen wir unsere größten Hits, im zweiten wird’s dann richtig weihnachtlich. Wir möchten die Weihnachtsstube auf die Bühne, aber auch Glauben und Kirche näher bringen. Es wird romantisch und soll tief zu Herzen gehen.
Sie touren seit Anfang Dezember; wie waren Ihre bisherigen Erfahrungen?
Toll. Wir haben nur vor ausverkauften Häusern gespielt, mit super Stimmung im Publikum. Es macht uns allen – Stefan, meinem Vater, den Musikern und mir – sehr viel Spaß, wir haben nur Freude und gute Laune. Auf Lichtenfels freuen wir uns auf jeden Fall. Allerdings werden wir mit einem lachendem und einem weinenden Auge auf der Bühne stehen, weil es unser letzter Auftritt ist und die Tournee danach vorbei ist.
Dafür ist dann fast schon Weihnachten. Was liegt Ihnen an den Festtagen besonders am Herzen?
Mir, besser uns, ist wichtig, dass es nicht nur um Geschenke, sondern auch um Besinnlichkeit geht. Natürlich möchte man den Menschen, die man liebt, eine kleine Aufmerksamkeit geben. Schade finde ich aber, wenn es nur um Konsumgüter und gar nicht mehr um das Eigentliche geht. Unsere Tochter bekommt keine Riesengeschenke, eher Kleinigkeiten. Am meisten freut sie sich auf die Puppenstube, die wir jedes Jahr aufbauen. Ihr zweitgrößter Wunsch ist ein schöner, großer Weihnachtsbaum. Dass sie so eingestellt ist, freut uns auch deshalb, weil wir viel Wert auf Tradition legen.
Wie werden Sie die Feiertage verbringen?
Ganz in Familie, ganz privat, ganz daheim. Am ersten Weihnachtstag sind wir bei meinen Schwiegereltern in Oberbayern, am zweiten dann bei meinen Eltern im Vogtland. Im kleinen Kreis wird es aber nicht sein. Ich habe elf Nichten und Neffen – eine tolle Großfamilie. Wir kommen alle zusammen und feiern ein richtig schönes Familienfest.
Sie selbst standen ja bereits mit vier Jahren gemeinsam mit Ihrem Vater auf der Bühne. Hat Ihre kleine Tochter auch schon Ambitionen, in Ihre Fußstapfen zu treten?
Nein, noch überhaupt nicht. Ich bin auch ganz froh darüber. Sie ist ja doch noch sehr jung, und heute ist ja auch alles anders als zu meiner Zeit. Ich habe mir damals sehr gewünscht, mit meinem Vater auf der Bühne singen zu dürfen, und war sehr froh, als es so weit war. Die Auftritte haben mir immer viel Spaß gemacht. Es war alles so unbeschwert. Mein Vater war zwar sehr bekannt in der DDR, die Medienlandschaft war damals aber noch ganz anders – es war längst nicht die Öffentlichkeit gegeben, der wir jetzt ausgesetzt sind. Wenn ich nicht mehr gewollt hätte, hätte ich ohne weiteres aufhören können. So wäre das bei ihr ja nicht. Stünde sie einmal auf der Bühne, zöge es gleich weitere Kreise, sie wäre wahrscheinlich Titelthema – das wollen wir momentan unbedingt vermeiden.
Wie ist es, als Paar auch beruflich so eng verbunden zu sein, gibt es manchmal Reibereien?
Wir sitzen ja nicht den ganzen Tag aufeinander, wenn wir zusammen auf Tournee sind. Natürlich liegen wir nachts im selben Hotelbett und frühstücken gemeinsam – aber das tun andere Paare ja auch. Am Auftrittsort trennen sich unsere Wege aber, denn jeder hat seine eigenen Aufgaben zu erledigen. Wir haben uns sehr gut arrangiert, jeder weiß, was er alleine entscheiden muss und umgekehrt, wann er auch mal zurückstecken muss. Es gibt so gut wie keine Reibereien. Im Gegenteil – wir empfinden es eher als Bereicherung und sind froh, wenn wir gemeinsam unterwegs sein können, weil wir sehr gut aufeinander eingestimmt sind.

Wann haben Sie sich eigentlich kennengelernt?
1990, in Hof beim Vorentscheid zum „Grand Prix der Volksmusik“. Danach haben wir uns immer wieder getroffen, weil wir beide beim gleichen Management waren. Ein Paar sind wir seit 1995, als ich 16 war.
Dann ist Stefan Ihre erste große Liebe?
Ja. Wie man sieht, kann sowas zum Glück auch heute noch funktionieren.
Ohne die Volksmusik hätten Sie sich vielleicht nie getroffen …
Wahrscheinlich. Obwohl wir schon spaßeshalber festgestellt haben, dass wir sonst womöglich beide Koch geworden wären und uns dann in irgendeiner Küche über den Weg gelaufen wären. Stefan wollte als kleiner Junge unbedingt Koch werden, und ich entstamme quasi einer Koch-Dynastie: Meine Mutter, meine Großmutter und meine Schwester sind alle Köchinnen – vielleicht hätte ich ohne die Musik auch diesen Beruf ergriffen.
Was haben Sie im neuen Jahr beruflich vor?
Im Januar und Februar sind wir schon wieder auf Tournee: erst mit dem „Musikantendampfer“, dann mit dem „Musikantenstadel“. Danach gönnen wir uns ein bisschen Urlaub – das muss ja auch mal sein. Im Frühjahr kommt mein neues Album auf den Markt. Wie es heißen wird, steht noch nicht ganz fest. Es knüpft an die bisherige Linie an, ist eine typische Stefanie Hertel-Produktion. Einige schwungvolle, fröhliche Titel mit ein bisschen Augenzwinkern sind dabei!