Mit „Küss die Hand schöne Frau“, „Märchenprinz“ oder „Ba-Ba-Banküberfall“ gelang der Band Erste Allgemeine Verunsicherung (EAV) der Durchbruch im Musikgeschäft. 1977 in Österreich gegründet, sind die Austropopper auch nach über 30 Jahren auf der Bühne noch nicht müde.
Am morgigen Mittwoch spielt die Band um Thomas Spitzer (Gitarre) und Klaus Eberhartinger (Gesang) im Rahmen ihrer „Amore XL-Tour“ um 20 Uhr in der Jako Arena in Bamberg. Im Interview verrät Klaus Eberhartinger, warum das Duo sein Aussteigerleben in Afrika beendet hat und aus welchem Grund er kein Radio mehr hört.
Das neue Album trägt den Titel „Amore XL“. Welche Themen werden auf der Platte angesprochen?
Klaus Eberhartinger: Neben dem zentralen Thema Liebe haben wir mit dieser CD eine ernsthaftere Form angestrebt. „Panga Panga“ thematisiert zum Beispiel die Beschneidung der Frau weltweit. Und „Dann & Wann“ handelt von der Toleranz für gleichgeschlechtliche Beziehungen.
Gibt es damit auch eine neue Zielgruppe für das Album?
Wir wollen wie immer unser gesamtes Publikum ansprechen und das ist sehr gemischt. Viele Fans sind mit uns alt geworden, aber immer wieder kommen Jüngere nach, vor allem auch aus Bayern.
Die Konzerte der EAV sind zwar nach wie vor gut besucht, aber im Radio ist die Band in Deutschland nicht mehr so häufig zu hören.
Das liegt wohl vor allem daran, dass heute alles ins Format eines Senders passen muss. Wenn Stücke nicht in einzelne Schubladen eingeordnet werden können, werden sie nicht gespielt.
Wie sehen Sie selbst denn EAV?
Wir werden oft als Blödelcombo bezeichnet und damit aber völlig missverstanden.
Die Fans haben lange auf ein musikalisches Lebenszeichen warten müssen. Was haben Sie in der Zwischenzeit gemacht?
Thomas Spitzer und ich haben uns in Kenia ein kleines Paradies eingerichtet und dort wie Aussteiger gelebt. Das ist uns nun einfach zu langweilig geworden.
Wir wollten wieder zurück auf die Bühne, denn live aufzutreten macht einfach wahnsinnigen Spaß und hält frisch.
Gleichzeitig sind Sie ja auch für das Fernsehen tätig. Nachdem Sie die Show „Dancing Stars 2007“ beim ORF gewonnen haben, moderieren Sie diese nun.
Als Moderator zu arbeiten entspricht mir sehr. Das wollte ich schon lange machen. Vielleicht schaffe ich es zu meiner eigenen Talkshow oder einem Magazin, wo ich dann auch etwas gehaltvollere Themen ansprechen kann.
Und wie geht es mit EAV weiter?
Eventuell legen wir noch eine Platte nach, denn wir sind immer noch voller Schaffensdrang. Wenn man so wie wir gerne kreativ ist, kann man sich in vielen Bereichen austoben. Das wirkt wie ein Lebenselixier.