Außerdem wirken Benjamin Grund (Tenor), Stefanie Hampel (Harfe) und Perry Schack (Gitarre) sowie die zwölfjährige Jana Daubner als Engelsstimme mit. Der Kartenvorverkauf für dieses vorweihnachtliche „Schmankerl“ hat bereits begonnen. Im Vorfeld gab Enrico de Paruta, unserer Zeitung ein Interview:
Herr de Paruta, freuen Sie sich auf die Vorstellung in Bamberg?
Enrico de Paruta: Ich komme immer gerne in diese schöne Stadt. Das erste Mal war ich hier mit meiner Mutter, und auch später habe ich in Bamberg immer wieder Studienkollegen besucht. Außerdem haben wir vor sieben Jahren als Karl Braun, den ich schon aus seiner Eichstätter Zeit kenne, noch Erzbischof war, schon einmal mit der „Heiligen Nacht“ hier gastiert, damals im Bamberger Dom. Aber auch St. Heinrich, wo wir heuer auftreten werden, ist eine sehr schöne Kirche.
Sie gehen nun schon seit 14 Jahren mit der Weihnachtslegende auf Tournee, wurde es Ihnen irgendwann einmal langweilig?
Nein, niemals. Zum einen hat sich die Besetzung immer wieder verändert. Zu Beginn waren es nur der Harfinist Hubert Pfluger und ich. Vor sieben Jahren gesellte sich der Tenor Benjamin Grund dazu, den ich als Regensburger Domspatz kennen gelernt hatte, und vor vier Jahren kam Perry Schack dazu. 2004 hatten wir die Idee eine Kinderstimme mit einzufügen. Im letzten Jahr ersetzte dann Stefanie Hampel den in Ruhestand gehenden Hubert Pfluger. Also waren die Tourneen immer anders und immer wieder neu.
Außerdem empfinde ich die „Heilige Nacht“ inzwischen anders als zum Beispiel noch vor zehn Jahren. Sie hat sich in mir gewandelt und ich trage sie mittlerweile auch anders vor als früher. Dazu ist es immer wieder interessant zu sehen, wie Kinder und Erwachsene auf das Werk von Ludwig Thoma reagieren. Auch das Publikum hat sich im Laufe der Jahre geändert.
Waren es früher die Großeltern, die mit ihren Enkeln die Vorstellung besuchten, so bringen heute diese Enkel ihre Eltern mit. Somit ist es etwas für die ganze Familie.
Ist es für Sie als Radio-Moderator eine große Umstellung gewesen, auf einmal vor Publikum aufzutreten?
Eher im Gegenteil. Ich habe mir am Mikrofon immer gewünscht mein Publikum vor mir zu haben. Da man so ganz andere Reaktionen bekommt, als in einem Studio. Ich habe ja Schauspiel und Journalismus parallel studiert. Diese Ergänzung ergibt dann den Moderator, der ich sein will. Ich möchte das Stück nicht mit monotoner Stimme vorlesen, sondern in die Rolle des Erzählers hineinschlüpfen, um so auch die Publikum auf die Herbergssuche von Josef und Maria mitzunehmen.