Herr Hartmann, was haben Sie als Erstes gedacht, als man Ihnen anbot, eine gemeinsame Sportsendung mit Harald Schmidt zu moderieren?
Waldemar Hartmann: Ich dachte: Ist das toll. Ich bin ja Schmidt-Fan und hätte mir nie vorstellen können, nein zu sagen.
Wie ist Ihr Verhältnis zu ihm denn so? Er hat Sie in seinen Shows doch bestimmt schon durch den Kakao gezogen...
Ja, aber das war nie unter der Gürtellinie. Eigentlich wurde ich meistens doch eher mit Weihrauchkesseln beschwenkt, wenn auch augenzwinkernd. Ich war ja auch ganz am Anfang seiner Sat-1-Show dreimal bei ihm zu Gast.
Was erwartet die Zuschauer bei „Olympia mit Waldi & Harry“?
Das soll durchaus eine richtige Sportsendung sein. Wir werden die Hauptereignisse des Tages beleuchten, es wird Filmbeiträge geben, und die Helden oder tragischen Figuren des Tages sollen als Gäste zu uns ins Studio kommen. Ich werde die Interviews führen, und Harald Schmidt ist mein Sidekick, quasi mein Manuel Andrack. Er wird in einer Rubrik mit dem Titel „Harry avanti“ seine Sicht des Tages zeigen, dafür ist er tagsüber mit der Kamera unterwegs. Eine seiner wichtigsten Aufgaben wird es sein, den Studiogästen einen Schal mit der Aufschrift „Olympia Waldi & Harry“ zu überreichen, er wird also seine persönliche Siegerehrung machen.
Das heißt, Sie werden in der Sendung als normaler Sportreporter auftreten und nicht etwa Scherze vortragen, die Ihnen Schmidts Gagautoren vorher schreiben?
So ist es, und dazu muss ich auch sagen, dass das eine Mär ist, dass Schmidt ein Heer von Pointenschreibern benötigt. Der Harald schießt so was von gekonnt aus der Hüfte, und zwar beidseitig, da liegt man flach vor Lachen, wenn man mit ihm mal ein paar Stunden verbringt.
Sind Sie mit Harald Schmidt eigentlich auch per Du wie mit vielen Sportlern?
Ja, wir reden uns mit Du an. Den Titel hat er erfunden und durchgesetzt. Erst sollte die Show „Olympia Da capo“ heißen, dann „Harry & Waldi“. Aber Schmidt meinte: Waldi ist der Chef, also steht er vorne.