In der Folge von 1968 herrschte Aufbruchstimmung, politisch Radikale und Hippies suchten nach einem neuen unbürgerlichen Leben.
Dabei spielte die Musik eine wichtige Rolle. Es war die Hoch-Zeit der Rockmusik, die in alle Richtungen expandierte. Geld hatte noch nicht die alles überragende Bedeutung wie heute; viele Bands interessierte primär die Freude am Spielen, "Geld wollte man ja eher abschaffen", schreibt Kreuzeder in seiner lesenswerten Autobiografie "Glück gehabt". In Deutschland bildete sich eine Szene aus Landkommunen in damals noch billig zu erwerbenden oder mietenden oft halb verfallenen Häusern; Mechelwind bei Höchstadt an der Aisch und Sulzheim bei Schweinfurt waren die entsprechenden Stationen von Kreuzeder. "Krautrock" nannten Briten den Stil, den viele deutsche Bands dieser Zeit pflegten: Experimentierfreude, genialer Dilettantismus, Offenheit zeichnete ihn aus. So etwas wie Weltmusik entstand oder Jazzrock.