Endlich mal ein Musical, dessen Handlung man in- und auswendig kennt, ohne es je gesehen zu haben, ja, man freut sich auf vordem unbekannte Personen und Szenen auf der Bühne der Staatsoper. Wie das? Billy Wilders Filmkomödienklassiker "Manche mögen's heiß" mit Marilyn Monroe, Tony Curtis und Jack Lemmon kennen alle.
Was dem Zuschauer recht ist, muss den Musical-Machern nicht billig sein. Wie aus dem wohl bekannten Stoff noch Funken schlagen? Die Adaption von Jule Styne und Peter Stone, 1972 am Broadway mit gutem, aber nicht überragendem Erfolg uraufgeführt, hält sich eng an den Film. Thomas Enzinger, vor allem seinem Bühnenbildner Toto, aber auch dem musikalischen Leiter Volker Hiemeyer und dem Choreographen Ramesh Nair, gelingt es mit immer wieder überraschenden und zündenden Ideen, zweieinhalb Stunden pures Vergnügen aus der Vorlage zu destillieren.