Wiesbaden
Wort des Jahres

Gesellschaft für deutsche Sprache: "Respektrente" ist Wort des Jahres

Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat das Wort des Jahres bekanntgegeben. Die Jury entschied sich bei ihrer Wahl 2019 für den Begriff "Respektrente". Auch die Wörter auf den Rängen zwei und drei wurden mitgeteilt.
 
"Respektrente" ist das Wort des Jahres 2019. Diese Entscheidung gab die Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache am Freitag bekannt. Auf dem zweiten Platz landete "Rollerchaos". Mit "Fridays for Future" kam ein Anglizismus auf den dritten Platz. Foto: -/dpa-Grafik/dpa
"Respektrente" ist das Wort des Jahres 2019. Diese Entscheidung gab die Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache am Freitag bekannt. Auf dem zweiten Platz landete "Rollerchaos". Mit "Fridays for Future" kam ein Anglizismus auf den dritten Platz. Foto: -/dpa-Grafik/dpa

Jedes Jahr suchen Sprachwissenschaftler Wörter, die in den zurückliegenden Monaten das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben besonders geprägt haben. Nun ist die Liste für 2019 da. Ein SPD-Herzensprojekt liegt vorn.

Wörter des Jahres: "Respektrente" vor "Rollerchaos" und "Fridays for Future"

Das "Wort des Jahres 2019" lautet "Respektrente", wie die Gesellschaft für deutsche Sprache am Freitag (29. November 2019) in Wiesbaden mitteilte. Aus sprachlicher Sicht handele es sich um die Neubildung eines "Hochwertwortes" in der politischen Debatte. Dies berichtet der Evangelische Pressedienst.

Das Wort bezeichne die Einführung einer Grundrente für Personen, die 35 Jahre erwerbstätig waren und dennoch eine Rente unterhalb des Existenzminimums beziehen. Bei der Grundrente gehe es nicht ausschließlich um einen Beitrag zur Bekämpfung von Altersarmut, so der Bundesarbeitsminister, sondern vor allem um Respekt, die "Anerkennung der Lebensleistung".

Auf Platz zwei wählte die Jury "Rollerchaos". Die Zulassung von mietbaren E-Rollern in diesem Jahr habe sich vielen deutschen Städten rasch zu einem Problem entwickelt. Die Roller würden häufig rücksichtslos und verkehrswidrig benutzt und unkontrolliert überall abgestellt.

Der Anglizismus "Fridays for Future" (Platz 3) stehe wie kein anderer Ausdruck für eine junge Generation, die bereit sei, für ihre Zukunft auf die Straße zu gehen. Die vielerorts freitags zur Schulzeit stattfindenden Demonstrationen mit dem Ziel, auf die Gefahren des Klimawandels aufmerksam zu machen, seien eines der beherrschenden Themen des Jahres gewesen.

Quelle: epd (mit dpa)