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Skull Breaker Challenge

Lebensgefährliche Internet-Challenge: Schwere Verletzungen durch neuen Internet-Trend

Unter dem Hashtag #SkullBreakerChallenge macht ein neuer und gefährlicher Internet-Trend die Runde. Es drohen bleibende schwere Schäden.
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Bei der so genannten SkullBreakerChallenge drohen schwere Rücken- und Kopfverletzungen. Screenshot-Collage: Infranken.de/Tobias Erles/Twitter
Bei der so genannten SkullBreakerChallenge drohen schwere Rücken- und Kopfverletzungen. Screenshot-Collage: Infranken.de/Tobias Erles/Twitter

Gefährlicher Internet-Trend: Internet-Challenges gab es schon eine Menge. Das "Planking" bei dem man sich steif wie ein Brett auf allerlei skurrile Ortschaften legt (etwa auf Grabsteine oder auf Hochhäuser). Bei der "Mannequin-Challenge" sollte in einem Video ein Moment eingefroren werden, indem alle im Video teilnehmenden Protagonisten sich für eine bestimmte Zeit nicht mehr bewegen.

Oder aber die "Ice-Bucket-Challenge". Bei diesem Internet-Trend ging es darum, sich mit einem Eimer gefüllt mit Eiswasser übergießen zu lassen, und das auf Video festzuhalten. Zumindest letzterer Trend hatte noch eine begrüßenswerte Botschaft. Damit sollte nämlich zum einen auf die Nervenkrankheit "Amyotrophe Lateralsklerose" (ALS) aufmerksam gemacht werden und gleichzeitig sollten Spendengelder für die Erforschung der Krankheit gesammelt werden.

Neuer Trend: SkullBreakerChallenge verbreitet sich wie ein Lauffeuer

Nun scheint sich ein neuer Trend in den sozialen Netzwerken durchzusetzen. Unter dem Hashtag #SkullBreakerChallenge verbreiten einige Jugendliche ihre Videos. In den Clips sind immer drei Personen zu sehen, die nebeneinander stehen. Zuerst springen die beiden außen Stehenden hoch, dann die Person in der Mitte. Das Gefährliche: Die Challenge besteht darin, sich als springende Person in der Mitte von den anderen beiden die Füße wegtreten zu lassen. Und das mit voller Kraft. Dadurch fällt der "Challenge"-Teilnehmer unweigerlich entweder auf den Rücken oder den Kopf.

 

Diese Videos verbreiten sich vor allem über das bei der jüngeren Zielgruppe beliebte soziale Netzwerk TikTok. In diesem Netzwerk geht es primär darum, seine Lippen synchron zu bekannter Musik zu bewegen. Allerdings erlangte es bereits im Jahr 2018 große Beliebtheit und wird von seinen Nutzern mit verschiedensten Inhalten bespielt.

Immer mehr Nachahmer laden ihre Videos hoch

Mittlerweile hat die Unternehmensleitung von TikTok reagiert und das entsprechende Ursprungsvideo löschen lassen. Doch der Schaden war bereits angerichtet. Zahlreiche andere Personen hatten es bereits runtergeladen und teilten es auf anderen sozialen Kanälen wie Facebook, Instagram oder Twitter. Und tatsächlich fanden sich rasch zahlreiche Nachahmer. Immer mehr Nutzer machten sich einen Spaß daraus, sich in ernsthafte Gefahr zu begeben. Wo der Trend und das Ursprungsvideo wirklich herkommt, lässt sich schwer ausfindig machen. Das Nachrichtenportal "Mimikama.at" schlussfolgert aus der spanischen Sprache im ersten "Skull-Breaker-Challenge"-Video, dass der Ursprung des Trends wohl aus Südamerika stammen muss.

Erste schwere Verletzungen in den Videos zu sehen

Potenzielle gefährliche Folgen sind bereits in den ersten "Challenges" zu sehen. In einem zusammenschnitt von Twitter-Nutzer "Tobias Erles" ist ein "Challenge"-Teilnehmer zu sehen, der nach dem Sturz auf den Boden das Bewusstsein verlor.

 

 

Somit bleibt nur das Resümee, dass Eltern unbedingt ihre Kinder vor der Gefahr, die von diesem "Trend" ausgeht, aufklären sollten. Denn absichtlich auf den Rücken oder den Kopf zu fallen, ist alles andere als gesund.