Einzelne Bibliotheken hätten oft nicht genügend finanziellen Spielraum, um die Lizenzen für die digitalen Medien zu erwerben, erläuterte die Chefin der Coburger Stadtbücherei, Brigitte Maisch, das Projekt. "Jetzt werfen wir das Geld in einen Topf." Als Verbund könnten die Bibliotheken gemeinsam investieren. "Wir schließen uns zusammen, um in unseren Bibliotheken ein vernünftiges Angebot machen zu können."

Das Projekt startet offiziell im Februar. Für 2012 sind nach Maischs Worten 50 000 Euro eingeplant, um Medienlizenzen zu erwerben. Zum Jahresende sollen den Nutzern von Alzenau bis Wunsiedel rund 10 000 digitale Medien zur Verfügung stehen. Die Bibliotheks-Kunden können sich dann beispielsweise die elektronischen Ausgaben von Tageszeitungen und Zeitschriften auf den PC oder das Smartphone herunterladen und dort lesen. Gleiches gilt für Bücher, Hörbücher oder Filme. Bald sollen zudem auch Lernmedien speziell für Schüler zum Download bereitstehen. Die elektronischen Medien sind mit einer Art Verfallsdatum ausgestattet: Wenn die Leihfrist endet, können sie auch nicht mehr aufgerufen werden.

Elektronische Medien werden nach Maischs Einschätzung immer wichtiger für die Bibliotheken. "Das Interesse ist auf alle Fälle da." Wer als Nutzer einer Bücherei registriert ist, könne die elektronischen Medien im Internet rund um die Uhr abrufen. dpa