Bis zum späten Sonntagabend hätten mehr als 282 000 Kunstinteressierte die Ausstellung "Der frühe Dürer" besucht, teilte die Museumsleitung am Montag mit.

Bis Freitag sollen alle Werke in ihre Museen zurückgebracht sein. Einige werden aus konservatorischen Gründen für viele Jahre nicht mehr zu sehen sein.

In den letzten Tagen der Ausstellung hätten Besucher bis zu fünf Stunden auf Einlass gewartet, berichtete eine Museumssprecherin. In der Nacht von Freitag auf Samstag habe eine kleine Gruppe mit Zelt vor dem Haupteingang campiert, um an nächsten Morgen auch wirklich als erste in die Ausstellung zu gelangen.

Als Bestseller erwies sich der Ausstellungskatalog. Er wurde 20 000 mal verkauft. Derzeit werde er in vierter Auflage gedruckt. Auf nie dagewesenes Interesse stießen auch die Gruppenführungen; unter fachkundiger Leitung setzten sich Kunstinteressierte in 1704 Privatgruppen mit den 180 Werken auseinander, darunter 120 Dürer-Originale. Darüber hinaus bot das Museum 378 öffentliche Führungen an.

GNM-Generaldirektor Ulrich Großmann zeigt sich am Montag überaus zufrieden mit dem Verlauf der 100 Tage dauernden Dürer-Schau. "Die Ausstellung ist auch für die Forschung von herausragender Bedeutung. Bei den Vorbereitungen haben wir festgestellt, dass es auch bei Dürer noch mehr Fragen als Antworten gibt. Mit der Sonderausstellung im Germanischen Nationalmuseum haben wir daher mehr als nur ein Tor für neue Forschungen aufgestoßen", betonte er in einer Mitteilung. dpa