"Wer nicht die finanziellen Mittel hat (um im Ausland abzutreiben), wird in die Illegalität, in die Gefahr und in die Angst rutschen", sagte er. Die linke Regionalregierung der Region Andalusien teilte mit, man erwäge, das Gesetz anzufechten.

Die Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte am Freitag einen Entwurf zur Reform des geltenden Abtreibungsgesetzes beschlossen. In Zukunft sollen Abtreibungen nur noch in Fällen von Vergewaltigung oder bei schweren gesundheitlichen Risiken für die Mutter zulässig sein. Sie sollen außerdem nur noch bis zur 14. Schwangerschaftswoche legal durchgeführt werden dürfen.

Seit 2010 dürfen Frauen in Spanien bis zur 14. Schwangerschaftswoche ohne jedwede Angabe von Gründen abtreiben. Am Freitagabend waren Tausende schon wenige Stunden nach der Kabinettsentscheidung im ganzen Land spontan auf die Straßen, um zu protestieren. dpa