München

Kokain-Funde in bayerischen Supermärkten: Polizei durchsucht weitere Filialen

Nach Kokain-Funden in Bananenkisten in Supermärkten hat die Polizei weitere Filialen durchsucht. Außerdem wurden Details zu den bisherigen Funden bekannt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein Kameramann filmt am 25.09.2017 in München (Bayern) im Landeskriminalamt Tüten mit Kokain und Müllsäcke mit Bananenkisten. In zehn Filialen einer großen Supermarktkette wurden in Bayern mehr als 180 kg Kokain in Bananenkisten gefunden. Foto: Tobias Hase/dpa
Ein Kameramann filmt am 25.09.2017 in München (Bayern) im Landeskriminalamt Tüten mit Kokain und Müllsäcke mit Bananenkisten. In zehn Filialen einer großen Supermarktkette wurden in Bayern mehr als 180 kg Kokain in Bananenkisten gefunden. Foto: Tobias Hase/dpa
+2 Bilder
Wie bereits mehrfach berichtet, wurde in zehn bayerischen Supermärkten Kokain in Bananenkisten gefunden und durch die Polizei sichergestellt.

Am Montag gaben die Ermittler von Landeskriminalamt (LKA) und Staatsanwaltschaft Traunstein neue Details zum gefundenen Kokain bekannt.

Insgesamt wurden in den zehn Supermärkten mehr als 180 Kilogramm Kokain gefunden. Die Drogen haben einen Schwarzmarktwert von rund zehn Millionen Euro. Die betroffenen Filialen befinden sich in Passau (zwei Filialen) und dem Landkreis Rosenheim (zwei Filialen), außerdem in Rosenheim, dem Kreis Berchtesgadener Land, Landkreis Traunstein, Landkreis Landsberg am Lech, Landkreis Passau sowie dem Landkreis Augsburg (jeweils eine Filiale).

Zunächst hatte am Freitagmorgen ein Beschäftigter eines Marktes bei Rosenheim braune Päckchen in einer Bananenkiste gefunden und die Polizei informiert. Bis zum Abend wurden dann in neun weiteren Märkten quer durch den Freistaat Kokainpäckchen entdeckt. Alle Geschäfte gehören zu einer Handelskette. Deswegen ist es möglich, dass das Kokain über ein Hauptlager in die Filialen gelangte.

Die Polizei hatte deshalb zahlreiche weitere Filialen der betroffenen Kette und zwei Zentrallager mit Spürhunden durchsucht. Hierbei seien allerdings keine weiteren verdächtigen Kisten oder Rauschgift gefunden worden.
Wer für den Drogenschmuggel verantwortlich ist, soll nun die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift Südbayern von LKA und Zollfahndung herausfinden. mit dpa
Verwandte Artikel