BKA-Ermittler enttarnen mutmaßlichen Spion bei der Bundeswehr: In der Bundeswehr bahnt sich ein Skandal an. Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) nahmen am Dienstag (15. Januar 2019) einen Mitarbeiter der Bundeswehr fest. Der Grund: Er soll hochsensible Daten beziehungsweise Informationen an den iranischen Geheimdienst weitergegeben haben. Dies berichtet Spiegel Online und bezieht sich dabei auf exklusive Informationen.

Bundeswehr: Mitarbeiter soll "MOIS" interne Details verraten haben

Im Bericht bezieht sich der Spiegel auf Generalbundesanwalt Peter Frank, der dem 50-jährigen Verdächtigen "geheimdienstliche Agententätigkeit" vorwirft. Demnach soll der gebürtige Afghane als Sprachauswerter und landeskundlicher Berater für die Bundeswehr arbeiten. Er soll beispielsweise Zugang zu vertraulichen Informationen über den Truppeneinsatz in Afghanistan gehabt haben.

Dieser Aspekt ist deshalb brisant, da die Sicherheitsbehörden die Aktivitäten iranischer Geheimdienste, wie dem "MOIS" mit Besorgnis beobachten. Laut dem Bericht soll es Hackerangriffe iranischer Dienste auf deutsche Ziele gegeben haben.

Wie die Deutsche-Presse-Agentur berichtet, wurde bereits am 6. Dezember 2018 Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte am Dienstag, dass es einen Angehörigen der Bundeswehr gebe, gegen den wegen Spionageverdacht ermittelt werde.

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