Vaio

Totgesagte leben länger?

Kennen Sie noch die Marke Vaio? Das war einmal die Computersparte von Sony, bis das japanische Unternehmen sie ausgliederte. Und zwar aus Gründen der Erfolglosigkeit. Es sprang ein Investor ein, und der gibt nicht auf.
Vaio
Das ehemalige Sony-Unternehmen Vaio hat zuletzt viele interessante Produkte präsentiert, unter anderem ein Smartphone. Wir Europäer bleiben vorerst aber außen vor. Bild: Vaio
Wenn es ein Unternehmen gibt, dass Apple in der Smartphone- und Computerwelt Paroli bieten in Sachen Design bieten kann, dann war das immer Sony. Es gab sogar schon Gerüchte, dass Apple das Unternehmen Sony aufkaufen könnte. Daraus ist bislang nichts geworden. Dafür wurde Sony zuletzt selbst aktiv und begann damit, Sparten auszugliedern, die nicht sonderlich erfolgreich waren. Dazu gehörte auch die Marke Vaio mit ihren Computern und Notebooks.

Mittlerweile gehört Vaio einem Investor aus Japan, Sony hält noch einen kleinen Anteil an diesem neuen Unternehmen. Nach Europa schaffen es die aktuellen Produkte (noch) nicht, daher geschehen Produktvorstellungen hierzulande nahezu unbemerkt. Dabei führt Vaio die Politik von Sony fort, möglichst hochwertige (und teilweise auch hochpreisige) Produkte ins Portfolio aufzunehmen. Jüngster Spross ist ein Smartphone mit Windows 10 Mobile – und nicht mit Android, wie sie bei Sony selbst zu finden sind. Das Smartphone Vaio Biz ist zwar kein Highend-Produkt, könnte dem schwächelnden Windows-System in Japan aber etwas Schwung verpassen. Das wäre auch nötig, denn im Gegensatz zum Rest der Welt räumt bislang Apple den japanischen Markt fast im Alleingang auf – im Rekordjahr 2013 waren drei von vier verkauften Smartphones iPhones.

Die Spezifikationen des Vaio Biz:
  • Display: 5,5-Zoll Full-HD, Auflösung 1920 x 1080
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 617, 1,5GHz, Octa Core
  • Arbeitsspeicher: 3 Gigabyte
  • Speicher: 16 Gigabyte
  • Kameras: 13 Megapixel Hauptkamera, 5 Megapixel Frontkamera
  • Continuum-Funktion von Windows 10 - Nutzung des Smartphones als PC-Ersatz
Der Technik-Michel meint:
Schade, dass das Gerät nicht nach Europa kommen soll. Denn mit seinem Aluminiumgehäuse könnte es mit Sicherheit auch hier viele Käufer finden. Vaio allerdings will sich vorerst auf den japanischen Markt konzentrieren. Allein aus Gründen der großen Marktdurchdringung von Samsung, Apple & Co. wäre es wünschenswert, dass wieder ein weiterer Großer mit von der Partie wäre. Und das nicht nur in Japan, sondern vielleicht irgendwann einmal weltweit.