Bamberg
Dschungelcamp

"Topmodel" Larissa entpuppt sich als Dschungel-Schreck

Schon als Kandidatin bei "Germany‘s Next Topmodel" konnte Larissa Marolt eines besonders gut: jammern, sich beschweren und bei allen unbeliebt machen. Dieses Talent stellt die 21-Jährige auch im RTL-Dschungelcamp "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" eindrucksvoll unter Beweis.
Dschungelcamp-Kandidatin Larissa Marolt vor ihrer zweiten Dschungelprüfung. Noch weiß sie nicht, was auf sie zukommt, scheint es aber zu ahnen. Foto: RTL/Stefan Menne
Dschungelcamp-Kandidatin Larissa Marolt vor ihrer zweiten Dschungelprüfung. Noch weiß sie nicht, was auf sie zukommt, scheint es aber zu ahnen. Foto: RTL/Stefan Menne
Jetzt stellt sich nur noch die Frage, ob die Zuschauer oder die anderen Kandidaten mehr unter der zickigen Blondine leiden. Sie ist, wie es Mit-Dschungelcamper und Moderator Jochen Bendel sehr treffend ausgedrückt hat, "das Fukushima unter den Kandidaten" im Dschungelcamp: Larissa Marolt, erste Siegerin von "Austria's Next Topmodel" und spätere Quereinsteigerin bei "Germany's Next Topmodel" 2009.

Schon als Topmodel-Kandidatin tat sich die heute 21-Jährige hauptsächlich durch Nörgeln hervor. Alles war ihr zu anstrengend, sie wollte nicht das machen, was Model-Mama Heidi Klum und die jeweiligen Fotografen von ihr wollten. Und machte sich dadurch auch unter den Kandidaten nicht gerade Freunde.

Ein bisschen wirkt es nun so, als sollte sich diese Geschichte im australischen Dschungel wiederholen. Von Anfang an präsentiert sich Larissa als launische Diva, die nicht nur ständig vergisst, wo sie ihre Sachen hingelegt hat (vermutlich trug sie deshalb auch beim Einzug ins Camp keinen BH), sondern zudem noch intellektuelle Glanzleistungen vollbringt. So beschwert sie sich etwa über die spartanische Camp-Ausstattung mit den Worten: "Es gibt ja Menschen, die da leben, die Ureinwanderer (sic!), und selbst die haben mehr als wir." Tja, liebe Larissa, herzlichen Glückwunsch, damit hast du das Konzept dieser Sendung durchschaut!


Wo ist das Studio?
Wobei Larissa ja ohnehin schon überrascht war, als sie nach Australien geflogen wurde: Schließlich dachte sie immer, die Dreharbeiten würden in einem Studio in Köln stattfinden. Und jetzt das! Immerhin gibt es im echten Dschungel ja auch den natürlichen Feind eines Topmodels: die Spinne. Denn Spinnen sind gefährlich, oh ja. Schließlich beißen die nicht nur, sondern legen auch noch ihre Eier unter die Haut ihrer Opfer. Aber nicht mit Larissa: Sollte ihr das passieren, werde sie RTL verklagen, droht die Blondine.

Dumm ist nur, dass Larissa gleich am ersten Tag gemeinsam mit Schlagersänger Michael Wendler - der neben der Österreicherin plötzlich nett, vernünftig und ganz normal wirkt - in die Dschungelprüfung muss. Und die erste Aufgabe lautet: Lass dir eine handtellergroße Spinne in den Mund setzen und halte das 30 Sekunden lang aus. Aber nicht mit Larissa, sie verweigert die Aufgabe. Auch ein fermentiertes Ei will das Model nicht essen.

Dennoch - oder wohl eher: deswegen - muss Larissa auch an Tag zwei des Dschungelcamps wieder zur Prüfung antreten. Diesmal lautet die Aufgabe: gehe/krieche/schwimme durch eine Höhle und sammle dabei bis zu elf Sterne, wobei jeder Stern für eine Tagesration Essen für einen der elf Kandidaten steht. Larissa schlägt sich zunächst auch gar nicht schlecht, beschließt dann nach Stern vier allerdings, das sei genug und kehrt um. Ihre Begründung: Sie habe bis jetzt keine Spinnen gesehen und wolle lieber umkehren, weil die Spinnen ja noch kommen müssten. Und überhaupt: "Ich hab‘ vier Sterne, jetzt mal ehrlich, was wollt's ihr mehr?"


Echt oder gespielt?
Die anderen Kandidaten sehen das allerdings etwas anders - schließlich bekommt jeder nach der abgebrochenen Prüfung nur ein Drittel einer Tagesration Essen. Überhaupt hat es Larissa binnen kürzester Zeit geschafft, sich bei allen anderen Kandidaten gründlich unbeliebt zu machen. Schauspieler und Ex-"Tatort"-Kommissar Winfried Glatzeder äußert sogar die Vermutung, Larissa würde ihre Anfälle nur schauspielern: "Ich wohne gegenüber von einem Irrenhaus, die Leute da sind genauso. Wenn das nur gespielt ist, ist das eine großartige Leistung."

Aber schauspielert Larissa wirklich? Auf dem Rückweg von ihrer Prüfung schimpft sie: "Ich hasse den Dschungel, das ist alles so echt, so widerlich, das hab‘ ich mir ganz anders vorgestellt. In Zukunft les‘ ich meinen Vertrag und schau‘ mir die Sendung an, bevor ich irgendwo mitmache." Das wäre sogar mal eine gute Idee. Nur blöd, dass die ihr erst jetzt gekommen ist. Andernfalls wäre Larissa, den anderen Kandidaten und vor allem den Zuschauern einiges erspart geblieben.