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Tag 5 im Senegal: Beginn der Fastenzeit am Traumstrand

Die Senegal-Blogger haben die Faschingszeit hinter sich. Mit dem Aschermittwoch beginnt auch bei den Christen in Westafrika die Fastenzeit. Die senegalesischen Jugendlichen kommen damit offenbar aber besser zurecht als ihre Gäste.
Am Strand von Popenguine. Foto: Ann-Kathrin Thönnes
Am Strand von Popenguine. Foto: Ann-Kathrin Thönnes
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Nachdem der Dienstagabend die Faschingszeit und damit die Zeit der Feste nach senegalesischer Manier in Form einer Soiree gebührend ausklingen ließ, begann auch im Senegal mit Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit.

Den Gottesdienst feierten wir alle zusammen in der wunderschönen Wallfahrtskirche von Popenguine, die aufgrund einer Marienerscheinung Pilgerort für unzählige Katholiken darstellt. Auch während wir das Evangelium zu hören bekamen - zunächst auf Deutsch, danach auf Französisch - prasselten immer wieder vereinzelte Pilger in die helle Kirche, die optisch vor allem durch moderne Malereien und bunte Glasfenster besticht.


Leben ist ein Geschenk Gottes

In der Predigt regte uns Diözesanjugendpfarrer Detlef Pötzl an, über unser Leben als ein Geschenk Gottes nachzudenken, über unsere Ziele und Wege und unser Wirken für Andere. Für dieses Bewusstwerden war gleich danach am traumhaften Strand von Popenguine genügend Zeit - wenn auch die Gedankengänge aufgrund der Hitze, der hohen Wellen und diverser anderer Ablenkungsfaktoren womöglich nicht ganz so tiefsinnig ausfielen, wie erhofft.

Der Strand war ganz anders als der von Mboro und nicht von einheimischen Fischern bevölkert. Einerseits findet man hier viele Europäer, die in den Domizilen unweit der Küste residieren. Auf der anderen Seite finden sich am Strand von Popenguine zahlreiche afrikanische Händler, die Tücher, Schmuck und Ähnliches feilbieten.

Abgesehen von dem Gottesdienst kamen die senegalesischen Jugendlichen dem christlichen Feiertag auch durch überzeugtes Fasten nach; die meisten Deutschen dagegen kamen nicht umhin, heimlich oder offensichtlich den ein oder anderen Keks oder gar eine Scheibe Brot zu vertilgen.


Unterwegs in eine neue Welt

Den Abend verbrachten wir damit, den "Feuerfunken" - den am Freitagabend stattfindenden Gottesdienst in der Kathedrale St. Anne - vorzubereiten. Gemeinsam gestalteten wir eine Weltkugel, um das Thema des Feuerfunken, "Unterwegs in eine neue Welt", zum Ausdruck zu bringen.
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