Bamberg
Smartphone-Spiel

Super Mario auf iPhone und iPad: Taugt das?

Lange hat sich Nintendo dem Trend zum Smartphone-Gaming gesperrt. Nun gibt es seit einigen Tagen "Super Mario Run" für Apple-Smartphones und -Tablets. Wie macht sich Mario? Ein erster Test.
Super Mario Run
Mario läuft die ganze Zeit selbstständig vorwärts und weicht Gegner aus.
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Auf einer Apple-Keynote gehörte die Ankündigung eines Spiels zu den Highlights. Nein, es handelte sich nicht um irgendein Null-Acht-Fünfzehn-Spiel, sondern um den klassischen Spielehelden Super Mario, der noch in 2016 auf iPhone und iPad kommen sollte. Nun ist es soweit. Bereits am ersten Veröffentlichungstag wurde die App fast drei Millionen Mal heruntergeladen, damit übertraf Mario sogar das andere Spiel des Jahres, Pokemon Go. Die Bewertungen im App-Store sind allerdings eher durchschnittlich. Und das hat seine Gründe.

Fangen wir mit den positiven Dingen an. Grafisch hat Nintendo seinen Helden Mario leicht modernisiert und gut auf die mobilen Geräte gebracht. Das Spiel sieht richtig gut aus, wirkt an allen Ecken und Enden durchdacht. Zur Verfügung stehen 24 Level, die gleich mehrere Herausforderungen bieten. Denn in jedem können fünf besondere Münzen gesammelt werden. Gelingt das, wird die nächste Herausforderung freigeschaltet – die Münzen befinden sich dann an anderen, immer schwerer zugänglichen Stellen. Nach drei Leveln steht jeweils ein Boss-Kampf gegen Marios Gegenspieler Bowser an, der wieder einmal Prinzessin Peach entführt hat. Mit so genannten Rallyes kann der Spieler zudem weitere Erfolge freischalten – hier gilt es, mehr Münzen in einem Level zu sammeln, als der Gegner. Außerdem ist es hier wichtig, durch spektakuläre Stunts die Gunst der das Spiel beobachtenden Toads (Pilze) zu gewinnen.

Zu großen Teilen negativ wird Super Mario Run aufgrund des Preises bewertet. Zunächst ist die App kostenlos zu haben, die ersten drei Level lassen sich auch zum Antesten durchspielen. Danach ruft Nintendo 10 Euro für das Spiel auf. Im Vergleich zu Spielen für (tragbare) Konsolen ist das zwar ein guter Preis, wären da nicht einige Einschränkungen. Denn vom bekannten Spielprinzip ist in Super Mario Run nicht allzu viel erhalten geblieben: Mario bewegt sich alleine, läuft also immer einfach vorwärts. Gegnern weicht er selbstständig aus. Die beiden einzigen Ziele sind also, Münzen zu sammeln und Abgründen auszuweichen. Das ist vielen Spielern dann doch etwas zu wenig für 10 Euro.

Der Technik-Michel meint:
Echte Fans und diejenigen, die mit Super Mario aufgewachsen sind, werden sich das Spiel auch in der Vollversion kaum entgehen lassen. Nintendo hat es geschafft, durch einige Modifikationen ein kurzweiliges Smartphone-Game zu erstellen. Leider geht dabei einiges vom Charme der bisher bekannten Super-Mario-Spiele verloren. Wen das nicht stört, der darf zugreifen. Alle anderen, die nach den ersten drei Leveln nicht überzeugt sind, kann ich den Kauf aber nicht empfehlen.

Und so wurde Super Mario Run auf der Apple-Keynote angekündigt …