Forchheim
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Reise in den Senegal - die letzten Vorbereitungen

Bald geht es los für die Teilnehmer des Jugendaustauschs des Bistums Bamberg mit Thiès im Senegal. Miriam Blum schildert ihre Eindrücke kurz vor der Abreise
Miriam Blum. Foto: privat
Miriam Blum. Foto: privat
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Hey Ihr neugierigen Leser,
ich bin´s, Miri:Eine der Blogger, die euch hoffentlich einen Einblick geben kann, was wir alles im Senegal erleben. Ich bin 19, komme aus Forchheim und stehe kurz vor dem Studienbeginn in April. Und meine Freude darauf, in nur ein paar Tagen schon im Flieger zu sitzen, steigt und steigt! Für mich sehe ich das als einmalige Chance, in eine andere Welt einzutauchen.

Die Vorbereitungen laufen. In einem allgemeinen Treffen vor wenigen Wochen kamen alle Teilnehmer zusammen und bekamen Informationen zu unserem Auslandsaufenthalt. Wo geht es hin, wie sind das Land, die Leute, die Sitten und was unternehmen wir dort eigentlich? Auf was müssen wir achten? Viele von uns waren schon sehr begeistert. Ich meine es ist ja nicht mehr lange hin. Bei mir allerdings lag Afrika bis vor kurzem noch in weiter Ferne.

Im Gegensatz zu manch anderen Teilnehmern habe ich keinen allzu großen Stress. Ich bin noch keine Studentin und befinde mich deshalb nicht im Klausurstress zurzeit; andere von uns müssen vor Abflug noch drei bis vier Klausuren schreiben. Aber vielleicht sehe ich gerade deswegen das Ganze noch sehr gelassen. "Es ist ja noch hin... Ich habe massig Zeit".

Und plötzlich wurde ich gefragt, wann es denn soweit ist. Mir fiel auf, dass das so lange gar nicht mehr hin ist. Und Packen gehört nicht zu meinen Favoriten.
Die letzten Wochen habe ich beim wöchentlichen Einkaufen vielleicht mal dies, mal das mit in den Einkaufswagen gelegt. Meinen Traumvorhang, den ich mir vor Jahren in einer Prinzessinnen-Phase von meinen Eltern gewünscht hatte, wurde auch vom Dachboden hervorgezaubert, und wird nun als Moskitonetz eingesetzt. Aber dennoch musste ich noch eine Packliste zusammenstellen, gezielt losziehen und dafür einkaufen.
Zumindest ist das Thema Medizin schon seit längerem geklärt. Die Entscheidung, gegen was man sich impfen lassen soll oder nicht, ist nicht gerade leicht - bei so vielen unterschiedlichen Meinungen dazu.
Und so habe ich nun so gut wie alles vorbereitet. Ich bemühe mich, nur das mitzunehmen, was ich wirklich brauche, doch bei einem Mädchen ist der Koffer schnell voll. Kleidung, Sonnen- und Moskitoschutz, Badutensilien und Gastgeschenke. Kurz vor Abreise werde ich dann noch Bratwürste für unser anstehendes Kochduell im Senegal und Salami für den Hunger zwischendurch einkaufen.

Neben dem "Packstress", den ja manche mehr (ich) und manche weniger besitzen, steigt auch allmählich mein "Kribbel-Faktor". Vorfreude macht sich breit. Ich werde doch tatsächlich in einer Woche schon in Afrika sein, eine komplett andere Kultur kennenlernen und hoffentlich viele Freundschaften knüpfen. Viele der 28 Teilnehmer kennen schon einige Senegalesen, da ja jährlich eine Gruppe nach Deutschland kommt. Ich dagegen kenne noch keinen.
Zwar war ich schon ein Jahr im Ausland und habe somit keine Probleme, auf Leute zuzugehen; allerdings konnte ich da auch die Sprache sprechen. Und wenn man nicht gerade im Outback war, kam Australien unserem Europa kulturell und vom Lebensstil her sehr nahe.
Afrika wird anders, da bin ich mir sicher. Aber gerade das macht es auch so spannend und einmalig!

Eines kann ich auf jeden Fall sagen: Ich kann es kaum noch erwarten!

Eure Miri