Bamberg
Kommentar

Nicht alles ist wie im Fernsehen - ein Kommentar

Wir kennen sie alle. Jeden Nachmittag füllen sie das Fernsehprogramm: Hartz-IV-Empfänger. Sie liegen faul auf der Couch. Haben keine Lust auf Arbeit. Vater Staat bezahlt schon. Nur Klischee? Leider nein, denn so ähnlich läuft es auch bei vielen im echten Leben ab.
Foto: Jens Büttner, dpa
Foto: Jens Büttner, dpa
Doch es sind längst nicht alle freiwillig Hartz-IV-Bezieher. So wie Simone und Dominik Müller. Für sie ist Hartz IV ein täglicher Kampf. Sie schämen sich dafür, nur mit Hilfe des Staats über die Runden zu kommen. Wollen endlich rauskommen aus dem Sumpf der Arbeitslosigkeit. Und der Abhängigkeit.

Doch die Agentur für Arbeit scheint sie längst aufgegeben zu haben. Eine Ausbildung und damit eine Perspektive wird ihnen nicht finanziert. Zu teuer. Mehr als vorübergehende Jobs werden ihnen nicht angeboten. Lieber wird ihnen weiter monatlich Hartz IV überwiesen. Das freut aber nur diejenigen Hartz-IV-Empfänger, die täglich über unseren Bildschirm flimmern. So wird sich nichts ändern.