Smartphones

Neue Geräte: BlackBerry versucht es weiter

Schon mehrfach wurde BlackBerry, einst Marktführer bei Smartphones fürs Business, schon beerdigt. Zumindest medial. Bald sollen aber drei neue Geräte auf den Markt kommen, alle setzen auf Googles Android.
Blackberry Priv
Das Blackberry Priv ist aktuell das einzige aktuelle Android-Smartphone mit einer echten Hardware-Tastatur. Bild: Blackberry
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Google und Apple. Android und iOS. Und daneben noch ein bisschen Microsoft mit Windows Phone beziehungsweise Windows 10 Mobile. Das war’s dann aber. So liest sich aktuell der Smartphonemarkt. Für einen weiteren Spieler mit einem eigenen Betriebssystem scheint kein Platz mehr, und BlackBerry hat das wohl verinnerlicht. Denn nach dem BlackBerry Priv, das vor etwa einem halben Jahr erstmals nicht mehr mit hauseigenem System, sondern mit Android erschien, wird das kanadische Unternehmen noch in 2016 oder Anfang 2017 wohl weitere Smartphones mit Android vorstellen.

Zur Oberklasse gehört dabei das BlackBerry Argon, ein reines Touchscreen-Gerät. An Bord soll ein 5,5 Zoll großes Display sein, das mit einer hohen Auflösung (QHD) kommt. Ein moderner Snapdragon-820-Prozessor und 4 GB Arbeitsspeicher sollen dem Smartphone ordentlich Power mitgeben. Die weitere Ausstattungsliste mit USB Typ C, 32 GB Speicher, Fingerabdrucksensor und einer 21-Megapixel-Kamera (außerdem eine 8-Megapixel-Frontkamera) liest sich sehr gut. Im Oktober soll es soweit sein. Eher in der Mittelklasse rangiert das BlackBerry Neon, dessen Display aber ebenfalls immerhin 5,2 Zoll groß sein soll. Ein schwächerer Prozessor, weniger Speicher und eine geringere Kameraauflösung könnten hier zu einem deutlich günstigeren Preis beitragen. Bereits im Juli oder August soll es veröffentlicht werden.

Mit Tastatur plant BlackBerry das Modell Mercury. Wie bei klassischen BlackBerrys wird hier die Tastatur direkt unter dem Bildschirm sitzen, der aus diesem Grund etwas kleiner ausfällt als bei den reinen Touchgeräten (4,5 Zoll). Ansonsten sortiert sich die Ausstattung zwischen Argon und Neon ein. Die Stärke solcher Gerate war immer die Akkulaufzeit – ein Akku mit 3.400 mAh könnte auch hier wieder für gute Ergebnisse sorgen. Denn die brauchen Vieltipper auch, wenn sie nicht einen Zweitakku oder ein Akkupack mitschleppen wollen.

Der Technik-Michel meint:
Gut so, BlackBerry. Auch wenn das Unternehmen aus der öffentlichen Wahrnehmung fast verschwunden ist: Das Priv war ein Gerät, dass die perfekte Mixtur aus Smartphone und echter Tastatur geschaffen hat. Leider ist es mit über 600 Euro noch immer sehr teuer. Die neuen Modelle versprechen viel, wichtig wird nur sein, dass sich BlackBerry weiterhin von der Android-Masse durch businesstaugliche Software-Features abheben kann.