Bamberg
Partei in Franken

Die Jagd hat begonnen

Im Wahlkampf sind sich die Politiker für nichts zu schade. Da gilt es besonders für den Wähler, einen kühlen Kopf zu bewahren.
Liebe Parteifreunde, liebe Leser,

als Frontfrau der Partei in Franken (PiF) melde ich mich aus unserem Frankenbüro. Es ist viel los in diesen Tagen. Nur noch fünf Monate bis zu den Land- und Bundestagswahlen. Der Wahlkampf läuft heiß.

Wie der Frühling. Zweistellige Temperaturen haben das Grau der vergangenen Wochen abgelöst. Nicht nur die Sonnenstrahlen blenden. Auch die einen oder anderen Politiker tun das. Besonders jetzt.

Sie lassen sich vorfahren in ausladenden schwarzen Karossen. Die Sitze sind weich und beige gepolstert. Während der Reise soll es bequem sein. Der Job ist schließlich hart genug. Bedenklich wird es, wenn sie dann beim fünften Termin des Tages über Klimaschutz propagieren. Den Harmlosen schmeckt es auf der Veranstaltung einfach nur so gut.

Der potentielle Wähler bekommt von ihnen alles. Alles was er hören will. Die richtigen Worte haben sie längst parat. Fein zugeschnitten auf das Publikum. Im Wahlkampf sind sie sich für nichts zu schade. Sie geben sich lässig und offen. Beliebteste Motive: Kinder und Senioren. Wo jemand knipst oder mitschreibt, sind sie in der ersten Reihe. "Medienwirksam" soll ihr Einsatz am Ende sein.

Mit einem strahlenden Lächeln preschen sie vor. Jetzt gilt es. Sie jagen nach Vertrauen, Meinungen, Stimmen. Das Geschäft läuft nicht immer rund. Kleine und große Verluste wollen schnell und unauffällig abgehakt werden. Wie die Gehaltsaffäre um Georg Schmid, CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag. Er hatte seiner Ehefrau eine recht gut bezahlte Stelle als Sekretärin verschafft, die mit Steuergeld bezahlt wurde. Vom seinem Posten ist Schmid jetzt zurückgetreten.

Wie erfolgreich die Damen und Herren der Politik bei ihrer Jagd letztendlich waren, wird sich im Herbst bei den Wahlen zeigen. Bis dahin schauen wir Volontäre der Mediengruppe Oberfranken hinter die Kulissen.
Es gilt einen kühlen Kopf zu bewahren. Zum Feierabend vielleicht mit einem kühlen Bier. Auch da fällt die Wahl hier in Franken nicht leicht.