Bamberg
Weltjugendtag in Rio

Der Countdown läuft...Brasilien, wir kommen!

Die Vorfreude auf dieses "Land der Gegensätze" steigt stündlich. In weniger als 24 Stunden geht das Abenteuer los und wir steigen in den Flieger Richtung Brasilien.
Foto: BDKJ
Foto: BDKJ
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"Brasilien ist ein Land der Gegensätze - Traum und Albtraum zugleich. Himmelblaue Küstenstreifen und weiße Strände, faszinierende Kolonialstädte und zerklüftete Landschaften, unberührte Regenwälder und dichter Dschungel verzaubern Besucher seit Jahrzehnten. Schon nach einem kurzen Aufenthalt zieht der brasilianische Way of Life - O Jeito Brasileiro - jeden in seinen Bann."
(Lonely Planet, "Südamerika für wenig Geld")


Wir, das sind 30 junge Menschen aus den Diözesen Bamberg und Eichstätt, die vom 16. bis 31. Juli zum Weltjugendtag nach Rio de Janeiro fliegen. Organisiert wird die Fahrt vom BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) und dem Erzbischöflichen Jugendamt Bamberg. Damit alle daheim Gebliebenen auf dem Laufenden bleiben und ein bisschen vom Weltjugendtag-Feeling hautnah miterleben können, werden wir hier in den nächsten Wochen regelmäßig Fotos veröffentlichen und natürlich von unseren Erlebnissen und Eindrücken berichten.

Eigentlich könnte es sofort losgehen. Die letzten Gastgeschenke (Brasilianer haben uns gesagt, dass wir unbedingt Nivea-Produkte mitbringen sollen, wenn wir unseren Gastgebern eine Freude machen wollen) sind besorgt, die Impfungen haben wir hinter uns gebracht, das Vorbereitungsseminar ebenso, die wichtigsten Wörter Portugiesisch sind gepaukt und die Rucksäcke gepackt (naja, zumindest die meisten). Mit im Gepäck sind unter anderem unsere Weltjugendtags-Strohhüte, das Erkennungszeichen der deutschen Pilger in Rio, eine "Prayer Box" mit Rosenkranz, Kreuz und Weihwasser im Miniaturformat, und natürlich jede Menge Aufregung und Vorfreude auf das, was uns in Brasilien erwarten wird.

Unser Flugzeug startet morgen Abend in Frankfurt, wo sich zum ersten Mal alle Teilnehmer treffen werden. Zeit zum Beschnuppern gibt es genug. Immerhin dauert der Flug 12 Stunden. Um 5 Uhr Ortszeit landen wir planmäßig in São Paulo. Von dort geht es dann gleich weiter nach São Luís im Nordosten Brasiliens. Dort werden wir die so genannten "Tage der Begegnung", die dem eigentlichen Weltjugendtag vorausgehen, in der Diözese Coroatá verbringen. Wir haben dabei nicht nur die Möglichkeit, verschiedene Projekte zu besuchen und das Gemeindeleben vor Ort hautnah mitzuerleben.

Da wir bei Gastfamilien leben, bekommen wir vielmehr auch unmittelbare Einblicke in den brasilianischen Alltag. Zum Abschluss gibt es in Coroatá ein Festival für alle Weltjugendtagsteilnehmer, die in der Diözese untergebracht sind. Dabei soll jede Gruppe sich und ihre Heimat präsentieren. Mit Dirndl, Lederhose, Maßkrügen und dem einstudierten Fliegerlied sind wir dafür natürlich bestens gerüstet.

Nach fast einer Woche im Nordosten des Landes geht es dann weiter nach Rio de Janeiro. Der Weltjugendtag beginnt am 23. Juli mit einem großen Eröffnungsgottesdienst an der Copacabana. Der Weltjugendtag hat seinen Ursprung übrigens in einer Initiative von Papst Johannes Paul II. Dieser lud 1984 zum "Internationalen Jubiläum der Jugend" nach Rom ein. Ein Jahr später erklärte er, dass nun regelmäßig Weltjugendtage stattfinden sollten.

Seither gibt es alle zwei bis drei Jahre einen internationalen Weltjugendtag, zu dem sich junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren aus der ganzen Welt treffen. In Rio sind wir zusammen mit allen anderen Pilgern aus bayerischen Diözesen in einer Schule untergebracht. Dort gibt es jeden Morgen Katechesen mit deutschen Bischöfen. Auf dem Programm stehen außerdem der Besuch verschiedener Jugendprojekte in Kooperation mit den Bischöflichen Hilfswerken Adveniat und Misereor. Höhepunkt des Weltjugendtages ist der große Abschlussgottesdienst mit Papst Franziskus.

Dieser wird außerhalb von Rio de Janeiro stattfinden, sodass wir erst mit dem Bus fahren und anschließend noch mehr als 13 Kilometer zu Fuß gehen müssen. Insgesamt werden 4 Millionen Menschen zu dem Gottesdienst erwartet - eigentlich unvorstellbar! Nach dem Weltjugendtag bleiben wir noch zwei Tage in Brasilien, in denen wir die Stadt Petrópolis und natürlich die Christusstaue und den Zuckerhut besichtigen werden. Hoffentlich haben die anderen Pilger nicht alle die gleiche Idee wie wir! Am 31. Juli geht es dann wieder zurück nach Deutschland, wo wir voraussichtlich am 01. August am frühen Nachmittag in Frankfurt landen werden.

Das sind also unsere Pläne für die nächsten zwei Wochen. Ob die Zeit in Brasilien tatsächlich so wird, wie wir uns das vorstellen, werden wir sehen. Wir sind offen für alles, was auf uns zukommen wird, und freuen uns auf ganz viele neue Begegnungen und Erfahrungen. Und natürlich freuen wir uns über alle Leser, mit denen wir hier unsere Erlebnisse teilen können!

Até breve!

von Ann-Kathrin Thönnes