Bamberg
Windows 10

Wer hat noch nicht gewechselt?

Nur noch einen Monat lang gilt Microsofts Angebot, von Windows 7 oder 8 kostenlos auf Windows 10 zu wechseln. Danach kostet Windows 10 ab etwa 100 Euro. Oder verlängert Microsoft die Aktion?
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Windows 10
So sieht das voreingestellte Hintergrundbild des aktuellen Microsoft-Betriebssystems Windows 10 aus. Bild: Microsoft
In einem Monat feiert das aktuelle Betriebssystem Windows 10 bereits sein Einjähriges. In diesem Rahmen wird das so genannte Anniversary Update mit vielen neuen Funktionen erscheinen. Das erhalten dann etwa 18 Prozent aller PC-Nutzer, denn so hoch ist aktuell die Verbreitung von Windows 10 weltweit. Das klar dominierende System aus dem Hause Microsoft ist und bleibt Windows 7, mit einem Marktanteil von rund 49 Prozent. Windows XP, das mittlerweile nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt wird, läuft immer noch auf jedem zehnten Computer. Windows 8 hat immerhin einen Marktanteil von neun Prozent.

Falls Microsoft seine Aktion, Windows 10 kostenfrei anzubieten, nicht doch noch verlängert, kostet das System ab dem 30. Juli 2016 135 Euro, 280 Euro werden für eine Pro-Lizenz fällig. Die Chancen auf eine Verlängerung stehen aber nicht so schlecht – Windows 10 hat sich zwar schnell verbreitet und verfügt mittlerweile über eine solide Nutzerbasis, die hoch gesteckten Ziele hat Microsoft aber verfehlt.

Warum der Wechsel auf Windows 10 lohnt
Windows 10 ist das einzige wirklich zukunftsfähige Betriebssystem von Microsoft für Computer und Tablets. Denn Windows 7 und Windows 8 bekommen keine neuen Funktionen mehr, die Version 10 dagegen wird über die kommenden Jahre immer weiterentwickelt werden. Neue Betriebssysteme soll es nicht mehr geben, stattdessen kleinere Updates und im Jahresrhythmus ein größeres. Ob Microsoft diese einmal kostenpflichtig machen wird, ist nicht bekannt, allerdings zeigt sich immer mehr: Mit Betriebssystemen verdienen die Unternehmen immer weniger Geld, dafür liegen Clouddienste und Office-Software bei den Einnahmen weit vorne.

In Sachen Sicherheit schlägt Windows 10 seine Vorgänger ebenfalls. Einzig bei den Datenschutz-Einstellungen sollten diejenigen Nutzer, die keine oder nur wenige persönliche Daten preisgeben wollen, etwas genauer hinschauen. Der Wechsel von Windows 7 und 8 auf 10 ist übrigens risikoarm. Die Benutzerdaten bleiben auf Wunsch vollständig erhalten, für vier Wochen ist außerdem ein „Rollback“, also der Wechsel zurück, möglich. Dennoch empfiehlt es sich, Daten wie das Fotoarchiv vorher auf einer externen Festplatte zu sichern.

Der Technik-Michel meint:
Wer Windows 7 oder 8 aktuell noch einsetzt, sollte ernsthaft über einen Wechsel nachdenken. Insbesondere das große Update Ende Juli wird Windows 10 nochmals um einiges besser machen. Gründe, an den Vorgängern festzuhalten, gibt es aktuell eigentlich keine mehr, höchstens bei Spezialsoftware, die unter Windows 10 nicht einwandfrei läuft. Aber die setzt kaum ein Privatnutzer ein. Und wer noch Windows XP nutzt: Hier gibt es zwar kein kostenfreies Update, aber die Möglichkeit, sich eine kostengünstige Windows-7-Lizenz zu kaufen, auf Windows 7 zu updaten und dann wiederum Windows 10 zu installieren. Oder gleich Windows 10 kaufen. Denn XP ist nun wirklich out!

Alle Informationen zum Update hat Microsoft auf einer speziellen Seite zusammengestellt.
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