Bamberg

Modulares Smartphone: Wie geht es weiter?

Im letzten Teil des Erfahrungsberichts zum modular aufgebauten Smartphone Moto Z erfahren Sie heute mehr über den Akku, die Zukunft des Konzepts und lesen das Fazit des Tests.
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Motorola Z
Zum Moto Z gibt es auch einen kleinen Bruder: Das Moto Z Play ist deutlich günstiger, die Ausstattung schwächer. Die Mods passen hier ebenfalls. Bild: Motorola
2600 mAh. So hoch ist die Kapazität des Moto-Z-Akkus. Nicht gerade viel, wie der Vergleich mit anderen Topmodellen zeigt. Und noch weniger beim Blick auf das hochauflösende Display, das natürlich viel Strom schluckt. Aufgrund des dünnen Designs war aber wohl kein größerer Akku, der sich übrigens nicht selbst auswechseln lässt, möglich. Dafür allerdings hält das Moto Z doch länger durch, als gedacht. Rund acht Stunden am Stück lässt es sich problemlos verwenden, bei normalem Einsatz hält der Akku zwischen anderthalb und zwei Tagen durch. Wer mehr will, kann über den als Mod erhältlichen Akkupack nachdenken, er lädt einen leeren Smartphone-Akku auf etwa 60 Prozent wieder auf und wird einfach hinten ans Moto Z angesteckt. Kostenpunkt des „Incipio offGRID Power Pack“: Um die 80 Euro.

Es gibt sogar einen kleinen (günstigeren) Bruder
Viele Vorteile, aber auch einige Nachteile des Moto Z konnten Sie im Testbericht lesen, der nach und nach in dieser Woche hier im Blog online gegangen ist. Einen besonders guten Eindruck hat das Moto Z bei mir hinterlassen, da es bisher noch kein Hersteller geschafft hat, das modulare Konzept so einfach umzusetzen, vor allem, ohne das Gerät beim Wechsel des Mods neu starten zu müssen. Wer sich für das Moto Z entscheidet, sollte aber auch Zusatzinvestitionen für solche Mods einplanen, denn ansonsten verliert das Gerät seinen Mehrwert im Vergleich zur Konkurrenz. Da es mit 550 Euro aber schon einen recht hohen Grundpreis hat, dürften da nicht alle potenziellen Interessenten mitspielen.

Vor allem, da Lenovo auf den Klinkenanschluss für Kopfhörer verzichtet, da der Akku nicht wechselbar ist und es Smartphones gibt, die auch bei der Kamera bessere Ergebnisse abliefern. Immerhin: Lenovo hat angekündigt, dass Mods, die heute mit dem Moto Z funktionieren, auch mit Nachfolgegeräten kompatibel sein sollen. Somit würde etwa der Kamera-Mod von Hasselblad auch in einige Jahren beim nächsten Smartphone noch funktionieren, es muss dann natürlich wieder ein Motorola-Gerät sein.

Die Kaufentscheidung für das Moto Z bereue ich nicht, trotz einiger Nachteile. Nachdem viele andere Hersteller sich auf ihren Lorbeeren ausruhen und lediglich kleine Änderungen am etablierten Konzept des Smartphones vornehmen, sticht das Moto Z hier aus der Masse hervor und ist quasi konkurrenzlos, abgesehen vom LG G5, bei dem allerdings die modulare Idee nicht so gut umgesetzt wurde. Und, so hat es momentan den Anschein: LG hat sich schon aufgegeben.

Und noch ein Tipp zum Schluss: Für rund 200 Euro weniger, ab 350 Euro, gibt es zum Moto Z einen kleinen Bruder, das Moto Z Play. Die Ausstattung ist etwas schwächer, die Mods passen aber auch an dieses Gerät. Somit könnte es der Geheimtipp für alle sein, die nicht so viel Geld ausgeben, in Sachen modulares Smartphone aber dennoch mit dabei sein wollen.

Die bei inFranken.de erschienenen Teile des Tests zum Moto Z:
Teil 1: Neues Smartphone: Mal was Anderes!?!
Teil 2: Dünn, schick, ohne Klinkenstecker
Teil 3: Welche Kamera nehme ich heute?

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