Bamberg

Das dünnste Notebook aller Zeiten

Hewlett Packard hat ein Problem. Das Unternehmen wird stark mit dem Büro-Arbeitsplatz verknüpft, die Geräte gelten als wenig sexy. Das soll sich ändern, und HP mausert sich zum Apple der Windows-Welt.
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HP Spectre
Zum Marktstart soll das HP Spectre das dünnste Notebook auf dem Markt sein. Bild: HP
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Gerade einmal 10,4 Millimeter, also etwas mehr als einen Zentimeter, ist das HP Spectre dick, und zwar wirklich an der dicksten Stelle. Damit unterbietet das gerade vorgestellte Notebook das Apple MacBook Air nochmals deutlich, denn das ist 17 Millimeter dick. Das alleine wäre noch keine Nachricht, wenn HP nicht auf Kompromisse bei der Performance verzichten würde. Denn bei der Produktvorstellung war eher ein langsamerer Mobilprozessor erwartet worden, etwa aus der Core-m-Serie von Intel, die teilweise bei Microsoft Surface-Tablets zum Einsatz kommt. Stattdessen arbeitet ein Core-i-Prozessor von Intel im Spectre.

Trotz des dünnen Gehäuses hat es außerdem eine beleuchtete Tastatur ins Spectre geschafft. HP spricht von 1,3 Millimeter Tastenhub, das wäre mehr als doppelt so viel wie beim MacBook Air. Eine beleuchtete Tastatur und ein großes Touchpad brauchen aber Platz, und der sollte eigentlich zu Lasten der Akkulaufzeit gehen. Denn normalerweise sitzen bei derart dünnen Geräten die Akkus auch unter dem Touchpad. Nicht so beim Spectre, auch wenn HP ansonsten alle Leerräume ausnutzt, die zur Verfügung stehen. Und so soll das Spectre auf eine Akkulaufzeit von neuneinhalb Stunden kommen.

Bei den Anschlüssen setzt HP auf den modernen USB-C-Stecker. Neben einem Kopfhörerausgang gibt es keine weiteren Buchsen. USB-C dient daher zum Aufladen, zum Anschluss von USB-Sticks und Zusatzmonitoren. Für Profis: Zwei der Buchsen entsprechen „Thunderbolt 3“. Noch ein Wort zum Gehäuse: Es besteht aus Aluminium und Kohlefaser und ist in Schwarz mit kupferfarbenen Akzenten. Außerdem gibt es eine Art Sammleredition in Gold, die aber nicht in den regulären Verkauf kommen, sondern auf dem diesjährigen Film Festival in Cannes zugunsten der Nelson-Mandela-Foundation versteigert werden sollen.

Günstig ist derart tolle Technik nicht zu haben. Die Preise für deutsche Kunden beginnen daher bei rund 1.500 Euro. Da diverse Ausstattungsvarianten zu haben sind, dürfte das der Einstiegspreis für einen Core i5-6200U-Prozessor, 8 GByte Arbeitsspeicher und eine SSD-Festplatte mit 256 GB Speicherplatz sein.

Der Technik-Michel meint:
HP macht sich. Allein die Scharniertechnik des HP Spectre sorgt optisch für Begeisterung. Wenn jetzt die Anfassqualität annähernd den Bildern entspricht, dürfte das HP Spectre den Apple-Produkten ordentlich Konkurrenz machen. Verzichtet hat HP aber auf einen Touchscreen – das wäre noch eine Chance gewesen, sich weiter vom MacBook Air abzuheben. 

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