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Sicherheit

Ändern Sie heute Ihre Passwörter!

Kuriose Tage gibt es viele, sicher kennen Sie den Welttoilettentag. Heute ist auch so einer: Der Ändere-Dein-Passwort-Tag. Warum wir uns das zu Herzen nehmen sollten. Oder auch nicht.
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KeePass
Die Passwort-App KeePass gibt es für PCs, als App von verschiedenen Anbietern aber auch für die Smartphone-Systeme. Bild: Google Play
Passwörter werden immer wichtiger. Sie sind nicht mehr nur der Zugangscode zum E-Mail- oder Facebook-Konto. Vielmehr verbergen sich dahinter oft viele persönliche Daten – von Fotos bis zu Kontakten, Kalendereinträgen und persönlichen Dokumenten. Denn viele Nutzer verwenden mittlerweile die so genannten Cloud-Dienste, ob von Microsoft, Google, Apple oder Dropbox. Wer von einem dieser Dienste das Passwort knackt, bekommt daher sehr viele Informationen.

Daher gilt: Verwenden Sie möglichst lange Passwörter. Denn: Ein Passwort, das nur aus vier Zeichen besteht, lässt sich relativ schnell knacken – mit einem Computer, der einfach alle möglichen Varianten ausprobiert. Und das sind bei vier Zeichen nicht allzu viele, zumindest für einen Computer nicht, der im Sekundentakt tausende Versuche generieren kann. Ein sicheres Passwort sollte daher aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen (Kommas, Schrägstriche, Punkte etc.) bestehen. Um sich das Passwort besser merken zu können, empfiehlt sich die Konstruktion eines Satzes, wobei die Anfangsbuchstaben als Passwort-Elemente dienen.

Ein Beispiel: „Meine Kinder Leonie und Max sind 1998 und 2002 geboren und ich liebe sie über alles, genauso wie meinen Mann Alex!“ Das Passwort wäre dann: MKLuMs1u2guilsüa,gwmMA! Derartige Passwörter haben, im Gegensatz zum einem Passwort wie etwa „Leonie1998“ zwei große Vorteile: Sie lassen sich auch bei Kenntnissen über die Familiensituation nicht erraten und zudem selbst von Hackern mit Hochleistungs-Computern nicht oder nur sehr schwer berechnen. Wichtig ist nur: Verwenden Sie die Passwörter nicht bei verschiedenen Diensten. Jeder sollte ein individuelles bekommen. Um sich die Daten zu „merken“, können Sie einen  Passwort-Manager wie KeePass  verwenden. Das Programm habe ich hier im Blog bereits ausführlich vorgestellt.

Der Technik-Michel meint:
Nehmen Sie den „Ändere-Dein-Passwort-Tag“ doch einfach zum Anlass, die Passwörter der wichtigsten von Ihnen verwendeten Dienste und Webseiten mal zu überprüfen – und ändern Sie es gegebenenfalls in ein sicheres um. Das können Sie dann auch belassen, es in bestimmten Abständen zu ändern, wie das oft in großen Unternehmen der Fall ist, erhöht die Sicherheit nicht wirklich. Denn: Oft werden die Passwörter nur minimal geändert, oder Nutzer neigen dazu, doch immer wieder das gleiche Passwort zu verwenden, dann eben einige Monate später. Das hat eine Studie der britischen Communications Electronics Security Group gezeigt. Daher: Einfach gleich ein sicheres Passwort wählen – und anschließend ruhiger schlafen.


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