Wächtersbach
Schüsse

Hessen: Mutmaßlicher Rechtsradikaler schießt auf Eritreer und stirbt selbst- Zeugen gesucht

Ein eritreischer Staatsangehöriger ist in Hessen angeschossen worden. Kurz darauf findet die Polizei den mutmaßlichen Täter in einem Auto im Nachbardorf. Er kam ums Leben, während das Opfer schwer verletzt überlebt.
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Ein Mann aus Eritrea ist in Hessen angeschossen worden. Die Polizei vermutet eine fremdenfeindliches Motiv. Symbolfoto: Christopher Schulz
Ein Mann aus Eritrea ist in Hessen angeschossen worden. Die Polizei vermutet eine fremdenfeindliches Motiv. Symbolfoto: Christopher Schulz

Grausames Verbrechen in Hessen: In Wächtersbach (Main-Kinzig-Kreis) ist am Montag (22. Juli 2019) ein 26-jähriger Eritreer angeschossen worden. Der mutmaßliche Täter wurde wenig später von der Polizei tot aufgefunden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt/Main am Montagabend mitteilte, könne hinter dem Vorfall ein fremdenfeindliches Motiv stecken.

Opfer überlebt

Der angeschossene Mann aus Eritrea wurde in einem Krankenhaus operiert. Sein Zustand soll sich den Angaben zufolge stabilisiert haben. Der mutmaßliche Schütze, der aus einem Auto auf das Opfer geschossen haben soll, fanden Polizisten am Nachmittag lebensgefährlich verletzt in einem Auto im benachbarten Biebergemünd an der hessisch-bayerischen Grenze. Im Krankenhaus erlag er später seinen Verletzungen. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Die Staatsanwaltschaft betonte, "dass der Tod des mutmaßlichen Schützen nicht von Polizeikräften verursacht" worden sei.

Zeugen gesucht

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die insbesondere Filmaufnahmen sowie Fotos von der Tat haben, teilte das Hessische Landeskriminalamt über Twitter mit. Zeugen können sich an jede Polizeidienststelle wenden.

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