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Wacken
Wacken Open-Air

Senioren mit "Pommesgabel": Altenheim-Ausflug führt zum Wacken-Festival

Für das Wacken Open Air scheint man nie zu alt zu sein: Einige Bewohner eines Seniorenheims in Schleswig-Holstein haben sich auf den Weg nach Wacken gemacht, wo vom 1. bis 3. August zum 30. Mal das größte Metal-Festival der Welt stattfindet.
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Metal-Senioren auf großer Fahrt nach "Wackeeen": Ursula Wiebers (83), Ilse Schaefer (92) und Waltraud Fischer (95) (v. li.) zeigen bei ihrem Ausflug zum Wacken Festival den Metal-Gruß, die «Pommesgabel». Die Seniorinnen aus dem Altenheim «Haus am Park» in Heide besuchen das nach Veranstalterangeben größte Heavy-Metal-Festival der Welt. Foto: Axel Heimken/dpa
Metal-Senioren auf großer Fahrt nach "Wackeeen": Ursula Wiebers (83), Ilse Schaefer (92) und Waltraud Fischer (95) (v. li.) zeigen bei ihrem Ausflug zum Wacken Festival den Metal-Gruß, die «Pommesgabel». Die Seniorinnen aus dem Altenheim «Haus am Park» in Heide besuchen das nach Veranstalterangeben größte Heavy-Metal-Festival der Welt. Foto: Axel Heimken/dpa
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Seniorenheim fährt zum Wacken Open Air: Ilse Schäfer ruft "Wackeeen", und die zwölf Insassen des Busses machen die "Pommesgabel" - den Metal-Fan-Gruß mit ausgestrecktem Zeigefinger und kleinem Finger. Grundsätzlich nichts Ungewöhnliches auf dem Wacken-Festival - wäre Schäfer nicht 92 Jahre alt und säße im Kleinbus eines Seniorenheims. Was an einen Vorfall bei Wacken 2018 erinnert: Damals türmten zwei Senioren aus ihrem Wohnheim, um bei Metal-Festival in Wacken dabei sein zu können.

Altenheim-Ausflug nach Wacken: Schon zum sechsten Mal zum Metal-Festival

Das "Haus am Park" in Heide (Schleswig-Holstein) macht bereits zum sechsten Mal mit einigen Bewohnern einen Ausflug zum berühmten Heavy-Metal-Festival von Wacken. Diesmal sind 13 Senioren dabei, drei von ihnen sind "Wiederholungstäter" - sie waren schon in den vergangenen Jahren mit von der Partie.

Angefangen hatte alles mit Rüdiger Pahl, erklärt die Hauswirtschaftsleitung des Hauses, Susann Kroos. Der heute 59-Jährige Prahl hört gerne AC/DC und wollte schon immer mal nach Wacken. Den Wunsch erfüllte Kroos nur zu gerne und machte ihm mit dem Ausflug vor sechs Jahren eine Geburtstagsüberraschung.

Seitdem hat der Rentner vier Wacken-Shirts im Schrank und andere mit seiner Begeisterung angesteckt. "Wir bekommen jetzt die Generation Heavy-Metal ins Heim", erklärt Kroos, selbst im Wacken-Shirt. Ein weiterer betagter Gast bei Wacken 2019 ist Metal-Opa Günter: Er fuhr 500 Kilometer zum Festival - im Rollstuhl.

Die Stimmung im Bus ist gut. Da sei es auch gar nicht so wichtig, ob man auf Heavy Metal steht oder nicht. Er könne mit der Musik nur wenig anfangen, sagt Gustav Jacobs, 89 Jahre alt und zum ersten Mal in Wacken. Aber das macht ihm nichts aus: "Es muss in der Welt für jeden etwas geben."

Positive Wacken-Geschichte aus Franken: Bereits vor fünf Jahren hat sich Thorsten Schreiber aus Hirschaid beim Wacken Open Air als potenzieller Stammzellenspender registrieren lassen. Nun kann er damit einem Menschen das Leben retten.