Hannover
Geldstrafen

Hannover: Höhere Geldstrafen für reiche Raser gefordert - Strafen treffen Großverdiener nicht

Der Innenminister Niedersachsens, Boris Pistorius (SPD), will höhere Geldbußen für reiche Raser. Wohlhabende Großverdiener sind von den angesetzten Strafen nicht genügend betroffen.
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Der niedersächsische Innenminister, Boris Pistorius, möchte die Geldbußen für reiche Raser erhöhen. Symbolfoto: Frank Rumpenhorst/dpa
Der niedersächsische Innenminister, Boris Pistorius, möchte die Geldbußen für reiche Raser erhöhen. Symbolfoto: Frank Rumpenhorst/dpa

Boris Pistorius (Innenminister Niedersachsen) will höhere Geldbußen für reiche Raser. Er will die Geldbußen von Verkehrssündern von deren Einkommen abhängig machen.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hat sich dafür ausgesprochen, dass Raser mit hohem Einkommen höhere Geldbußen zahlen müssen. Der SPD-Politiker sagte der "Süddeutschen Zeitung" (am Mittwoch), er halte dies "für überlegenswert, weil es den wohlhabenden Großverdiener oder den Millionär nicht trifft, wenn er bei gravierenden Tempoüberschreitungen von beispielsweise mehr als 50 Stundenkilometern 240 bis 680 Euro bezahlen muss". Für Auszubildende, Friseure, Arzthelferinnen oder Pfleger hingegen seien solche Geldstrafen, "abgesehen vom Fahrverbot, schon schwer zu verdauen".

Schwere Verstöße vom Einkommen abhängig machen

Zu schnelles Fahren gehört zu den häufigsten Verkehrsdelikten in Deutschland. Pistorius betonte, es gehe ihm nur darum, "schwere Verstöße, also hohe Geschwindigkeitsüberschreitungen von beispielsweise mehr als 50 Stundenkilometern" vom Einkommen der Verkehrssünder abhängig zu machen. Der Innenminister verwies dabei auf das Vorgehen in Strafprozessen, wo sich Tagessätze ebenfalls nach der Einkommenshöhe richten.