Buxtehude

30 Jugendliche greifen Rettungskräfte im Einsatz an und verletzen sie

Zu unschönen Szenen ist es am Wochenende gekommen: Bei einem Einsatz wegen einer 15-jährigen alkoholisierten Person wurden die Rettungskräfte von einer großen Gruppe angegriffen. Rund 20 bis 30 Menschen bedrängten die Retter.
Artikel drucken Artikel einbetten
In Buxtehude wurden Rettungsassistenten von einer großen Gruppe jugendlichen Angegriffen und verletzt. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa
In Buxtehude wurden Rettungsassistenten von einer großen Gruppe jugendlichen Angegriffen und verletzt. Symbolfoto: Jens Kalaene/dpa

Rettungsdienst wird von über 20 Menschen angegriffen - Rettungssanitäter im Einsatz verletzt: Unschöne und zugleich auch unglaubliche Szenen müssen sich am Freitagabend abgespielt haben. Wegen eines 15-jährigen Jugendlichen mussten Rettungskräfte in Buxtehude ausrücken. Das berichtet die Polizei aus Stade in einem Pressebericht.

20 bis 30 Jugendliche greifen Rettungsdienst an

Demnach wurden die Rettungskräfte um 20 Uhr zu einem Freizeitheim am Geschwister-Scholl-Platz in Buxtehude gerufen. Ein 15-jähriger Jugendliche war offenbar so alkoholisiert, dass er nicht mehr selbstständig nach Hause gehen konnte. Als die Rettungskräfte am Einsatzort eingetroffen waren, wurden sie zunehmend von 20 bis 30 Personen bedrängt. Die Gruppe ging die Sanitäter an und "versuchte diese verbal aggressiv dem Freizeithaus zu verweisen", heißt es in der Pressemeldung.

Ein bislang unbekannter Täter verletzte einen Rettungsassistenten bei einem Handgemenge so schwer, dass dieser anschließend ärztlich versorgt werden musste. Diese Tatsache und der Angriff allein schockiert den Chef des DRK-Kreisverbandes Stadt Uwe Lütjen. In einem Facebook-Post zeigten sich er und der Leiter des Rettungsdienstes, Martin Lobin, tief betroffen.

Rot-Kreuz-Chef ist schockiert

"Der völlig grund- und sinnlose Angriff wird von uns auf"s Schärfste verurteilt. Der DRK-Kreisverband Stade als Arbeitgeber sagt den betroffenen Kollegen jegliche Unterstützung zu und hofft auf baldige Genesung des verletzten Rettungssanitäters."

Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise auf den Täter geben können bzw. die sonstige Beobachtungen in dieser Sache gemacht haben, sich unter der Rufnummer 04161-647115 beim Polizeikommissariat Buxtehude zu melden.

Wenige Stunden nach dem Unfall wurde ein Ehemann auf einer Landstraße bei Hamburg totgefahren. Seine Frau musste alles mit anschauen.