Der frühere FDP-Vorsitzende starb am Freitag im Alter von 54 Jahren an den Folgen seiner Leukämie-Erkrankung. Dies teilte die Westerwelle Foundation in Berlin mit.

Der frühere FDP-Vorsitzende musste sich in der Universitätsklinik Köln, wo er wegen seiner Blutkrebs-Erkrankung Knochenmark-Stammzellen bekommen hatte, stationär behandeln lassen. Dies bestätigte erst vor knapp einer Woche die Westerwelle-Stiftung, die der ehemalige FDP-Chef nach seinem Abschied aus dem Auswärtigen Amt gegründet hatte.

Begründet wurde der lange Klinik-Aufenthalt mit einer "Medikamentenumstellung".

Anfang Dezember hatte Westerwelle einen TV-Auftritt absagen müssen. Damals teilte er über Facebook mit: "Im Rahmen meiner Behandlung ist durch eine Medikamentenumstellung ein stationärer Aufenthalt noch einmal notwendig geworden. Daher kann ich heute Abend leider doch nicht dabei sein, aber die Gesundheit geht vor."

Bei Westerwelle war im Juni 2014 Leukämie festgestellt worden. Daraufhin musste er eine Chemo-Therapie machen und zog sich fast völlig aus der Öffentlichkeit zurück. Über seine Erkrankung schrieb er vergangenes Jahr ein Buch mit dem Titel "Zwischen zwei Leben".


Auf der Homepage der Westerwelle-Stiftung war am Freitag ein Foto Westerwelles zusammen mit seinem Ehemann Michael Mronz zu sehen.

Daneben steht: "Wir haben gekämpft. Wir hatten das Ziel vor Augen. Wir sind dankbar für eine unglaublich tolle gemeinsame Zeit. Die Liebe bleibt."

Westerwelle gehörte seit den 80er Jahren zu den prägenden Figuren der bundesdeutschen Politik. Nach vielen Jahren in der Opposition war er zwischen 2009 und 2013 Bundesaußenminister. In den ersten beiden Jahren der schwarz-gelben Koalition, bis zu seinem Rücktritt vom Amt des FDP-Chefs, war er auch Vizekanzler.