Tübingen
Geiselnahme

Großeinsatz: Nach Sprung von Gerichtsmauer und Geiselnahme - Autodieb auf der Flucht

Am Mittwoch ist es in Tübingen (Baden-Württemberg) kurzzeitig zu einer Geiselnahme gekommen. Der Täter, der zuvor wegen eines Autodiebstahl beim Haftrichter vorgeführt worden war und danach entkommen konnte, ist weiter auf der Flucht.
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Mit Hubschraubern suchte die Polizei am Mittwochabend nach dem Geiselnehmer. Er ist weiter auf der Flucht. Symbolfoto: Ronald Rinklef
Mit Hubschraubern suchte die Polizei am Mittwochabend nach dem Geiselnehmer. Er ist weiter auf der Flucht. Symbolfoto: Ronald Rinklef

Ein mutmaßlicher Autodieb ist in Tübingen nach seinem Haftrichter-Termin geflohen und hat für kurze Zeit eine Geisel genommen. Dem 37 Jahre alten Mann sei es gelungen, vor dem Amtsgericht von einer mehrere Meter hohen Mauer zu springen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Laut ZVW (Zeitungsverlag Waiblingen) habe der Mann danach in einem Parkhaus einen 65-jährigen Autofahrer mit einem Messer bedroht. Der 37-Jährige setzte sich hinter des Steuer und fuhr mit dem älteren Mann im Auto davon, ließ ihn aber etwa eine halbe Stunde später aussteigen.

Sofortige Fahndung nach mutmaßlichem Autodieb blieb ohne Erfolg

Eine sofortige Fahndung blieb demnach ohne Erfolg. Der Richter hatte zuvor Untersuchungshaft gegen den Mann erlassen. Die Fahndung der Polizei dauerte auch am Mittwochabend noch an. Unter anderem war ein Hubschrauber im Einsatz.

Der 37-jährige Flüchtige soll dem ZVW zufolge in der vergangenen Woche ein Auto gestohlen haben und sei am Dienstagmorgen von der Polizei festgenommen worden.