Das ist nett, schauspielerisch engagiert, aber letztlich keine neue Sicht auf den alten Stoff.

Und dennoch: "Les Misérables" war einer der Glanzpunkte des ersten Berlinale-Wochenendes, der im brechend vollen altehrwürdigen Friedrichstadt-Palast auch stürmisch gefeiert wurde. Den größten Applaus bekamen - natürlich auch, weil sie vor Ort waren - Anne Hathaway und Hugh Jackman (der in der Hauptrolle ebenfalls für den Oscar nominiert ist).

Russell Crow, der vor zehn Jahren für "A Beautiful Mind" in Berlin umjubelt wurde, fehlte dagegen. Er spielt in "Les Misérables" eine der zentralen Figuren: den Polizisten Javert, der es sich im Gerechtigkeitswahn zur Lebensaufgabe gemacht hat, den ehemaligen Sträfling Valjean bis an dessen Lebensende zu verfolgen. "Les Misérables" kommt am Donnerstag, 21. Februar, in die deutschen Kinos, hoffentlich in einer nicht synchronisierten Version - sonst wäre das gesangliche Engagement der Hollywoodstars ja umsonst gewesen.