Unklar sei aber, ob es dabei um das Hausverbot für die Ämter der Stadt gehe. Die Polizei sprach hingegen von keinen detaillierten Forderungen. Der 24-Jährige habe allerdings verlangt, dass ihm Tabletten und Essen ins Rathaus gebracht werden. Dies sei beides geschehen.

Die Freilassung von Bürgermeister Mißlbeck war laut Polizei das Ergebnis von Verhandlungen zwischen den Beamten und dem Geiselnehmer. Der 69 Jahre alte Kommunalpolitiker von den Freien Wähler wurde zunächst von den Ermittlern befragt. "Selbstverständlich ist er beeindruckt von dem, was er den ganzen Vormittag erdulden musste, aber er scheint zumindest körperlich absolut gesund", sagte Polizeisprecher Hans-Peter Kammerer. Auch den anderen beiden Geiseln ging es den Umständen entsprechend gut.

Wegen der Stalking-Vorwürfe ermittelt die Polizei seit rund einem Jahr gegen den Geiselnehmer.