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Fristlose Kündigung für Chefin von Behindertenwerkstatt: Aufsichtsrat empört über extreme Gehaltserhöhung

Die Geschäftsführerin der Werkstatt für Menschen mit Behinderung, Roselyne Rogg, ist fristlos gekündigt worden. Grund dafür sei ihr jährliches Einkommen von 376.000 Euro.
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Aufgrund des übermäßig hohen Gehalts  hat die Gewerkschaft die Geschäftsführerin von der Werkstatt für Menschen mit Behinderung entlassen. Symbolbild:DenKuvaev/iStock/Woche für das Leben
Aufgrund des übermäßig hohen Gehalts hat die Gewerkschaft die Geschäftsführerin von der Werkstatt für Menschen mit Behinderung entlassen. Symbolbild:DenKuvaev/iStock/Woche für das Leben
Am Mittwochabend (8. August 2018) gab die Stadt Duisburg bekannt, dass die 54-jährige Werkstatt-Chefin für Menschen mit Behinderung (wfbm) aufgrund ihres übermäßig hohen Gehalt fristlos gekündigt wurde.


Gehaltsvorstellungen sprengen den Rahmen

Noch am Dienstag erklärte Frau Rogg ihr Gehalt von 376.000 Euro als angemessen. Das sorgte für gewaltige Kritik, besonders beim Aufsichtsrat der "wfbm". Dieser habe von der massiven Gehaltserhöhung nichts gewusst und sehe jetzt erst die Auswirkungen. Die Gemeinnützigkeit des gesamten Unternehmens, sowie die Arbeitsplätze wurden aufs Spiel gesetzt.
Über das Gutachten von Wirtschaftsprüfer wurde das jährlich inakzeptable Einkommen der Geschäftsführerin offengelegt. Normal seien in dieser Position 150.000 bis 180.000 Euro.

Trotz der fachlich guten Arbeit, sowie der guten Aufstellung der "wfbm" durch Frau Rogg, sah der Aufsichtsrat sich gezwungen die nun ehemalige Geschäftsführerin fristlos zu kündigen. Das Vertrauensverhältnis habe sie auf dauer zerstört.