Hamburg
Datenschutz

Foto-Verbot in Schulen und Kitas: So ist die rechtliche Grundlage

Der Datenschutz macht vielen fotowilligen Eltern einen Strich durch die Rechnung. Aktuell wird über ein Foto-Verbot in Schulen und Kitas diskutiert.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das Fotografieren bei der Einschulung sorgt aktuell aus Datenschutzgründen für Ärger. Foto: Moritz Frankenberg/dpa
Das Fotografieren bei der Einschulung sorgt aktuell aus Datenschutzgründen für Ärger. Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Wenn eine Schule etwa zur Einschulung ein Foto-Verbot verhängt, müssen sich Eltern daran halten. Denn sie übt Hausrecht aus. "Da müssen wir gar nicht über Datenschutz reden", sagt Stephan Dirks, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht in Hamburg.

In diesem Fall müssten Eltern vor die Tür gehen, um Fotos zu machen. Oft seien die Verbote so gestaltet, dass sie nur für den Zeitraum der Veranstaltung gelten oder für bestimmte Bereiche wie die Aula.

Fotos in Schulen und Kitas - das müssen Sie beachten:

Auch wenn kein Verbot besteht, sollten Eltern beim Fotografieren in Schulen oder Kitas aufpassen: Wenn sie das Bild nirgendwo teilen und nur in ihr privates Fotoalbum kleben, brauchen sie keine Einwilligung von anderen Personen, die auf dem Bild zu sehen sind. Sobald sie aber etwa das Foto auf Facebook oder Instagram teilen wollen, müssten sie fragen, ob die abgebildeten Personen dem zustimmen, sagt Dirks.

Theoretisch müsste man sogar schon eine Einwilligung einholen, wenn ein Bild nicht nur lokal auf dem Smartphone gespeichert wird, sondern in der Cloud, also auf einem Server. "Wer ein Bild mit einem Smartphone macht, ist rechtlich gesehen eher in einem Risikobereich als bei Aufnahmen mit einer normalen Kamera", sagt Dirks.